Schloss Heiligenberg in Seeheim-Jugenheim
Wir haben uns auf den Weg nach Seeheim-Jugenheim gemacht, um Schloss Heiligenberg zu erkunden. Die Geschichte dieses Ortes reicht weit zurück, bis ins Jahr 1263, als hier ein Nonnenkloster gegründet wurde. Von diesem Kloster sind heute noch Ruinen erhalten, die man besichtigen kann. An schönen Tagen finden dort sogar Taufen statt, was der Atmosphäre eine besondere Note verleiht.
Direkt neben den Klosterruinen steht eine alte Linde, die schätzungsweise 800 Jahre alt ist. Ihr genaues Alter lässt sich nicht bestimmen, da sie innen hohl ist. Erste Erwähnungen dieser Linde finden sich in Aufzeichnungen aus dem Jahr 1447. Man kümmert sich gut um diesen Baum, damit er dem Schloss noch lange erhalten bleibt.
Das heutige Schloss entstand erst viel später, im Jahr 1830. Hofbaumeister Georg Moller errichtete es als Sommerresidenz für die Großherzogin Wilhelmine. Besonders interessant sind die internationalen Verbindungen des Schlosses. Im 19. Jahrhundert knüpften Adelsfamilien hier Beziehungen zu russischen, englischen und hessischen Dynastien. Nachfahren dieser Verbindungen sind heute bekannte Persönlichkeiten wie Prinz Philip von Großbritannien und König Juan Carlos I. von Spanien.
Wer sich für die Geschichte der Adelsgeschlechter interessiert, sollte das „Russenhaus“ besuchen. Dieses Gebäude wurde kürzlich renoviert und beherbergt ein Informationszentrum zur Geschichte der Fürsten von Battenberg und ihren Verbindungen nach Hessen, Russland, England und Bulgarien. Nicht weit davon entfernt steht das Große Goldene Kreuz, von dem aus man eine tolle Aussicht genießen kann.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. In einem Flügel des Schlosses befindet sich ein kleines Café mit einer Terrasse, die einen schönen Blick auf die Rheinebene bietet. Hier gibt es Frühstück, Kuchen und andere Leckereien. Das Café hat von Donnerstag bis Sonntag ab 10 Uhr geöffnet.
Wer gerne wandert, findet rund um Schloss Heiligenberg schöne Routen. Der Burgensteig und der Blütenweg führen direkt am Schloss vorbei. Der Burgensteig ist ein zertifizierter Wanderweg im Odenwald, der an rund 30 Burgen und Schlössern vorbeiführt.
Führungen durch das Schloss können telefonisch gebucht werden und dauern etwa 1,5 Stunden. Sie werden in verschiedenen Sprachen angeboten, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch.
Die Öffnungszeiten des Schlosses selbst sind nicht immer einheitlich, aber die Klosterruine und die Umgebung sind meist frei zugänglich. Es lohnt sich, vorab die genauen Informationen zu prüfen, besonders wenn man an einer Führung interessiert ist.
Burgruine Rodenstein bei Fränkisch-Crumbach
Hoch im Odenwald thront die Burgruine Rodenstein, ein Ort, der von alten Sagen und Legenden umwoben ist. Die Mauern, die einst im 13. Jahrhundert von den Herren von Crumbach und Rodenstein errichtet wurden, erzählen Geschichten aus vergangenen Zeiten. Bis ins 17. Jahrhundert war die Burg belebt, doch mit dem Tod des letzten Rodensteiners begann ihr Verfall. Steine fanden neue Verwendung in umliegenden Bauten, doch die Grundmauern blieben erhalten und zeugen noch heute von ihrer einstigen Größe.
Besonders faszinierend ist die Sage vom „Zug durch die Lüfte“. Sie berichtet vom Rodensteiner, der angeblich aus seinem Grab steigt, um vor drohenden Kriegen zu warnen. Diese Legende, die auch die benachbarte Burg Schnellerts einbezieht, hat sich tief in die lokale Kultur eingegraben und wird in den Gaststätten der Region in Form von Trinkliedern lebendig gehalten. Ein Besuch hier fühlt sich an wie eine Reise in eine andere Zeit, ein mystischer Ort inmitten des Waldes.
Für alle, die die Ruine erkunden möchten, bieten sich Wanderungen an. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen will, kann eine Führung buchen, die im Rodensteinmuseum beginnt. Nach der Erkundung der Ruine lädt das nahegelegene Hofgut Rodenstein, das seit etwa 1900 besteht, zur Einkehr ein. Hier kann man sich bei einem warmen Getränk stärken und die Eindrücke der Burgruine Revue passieren lassen.
Die Burgruine Rodenstein ist mehr als nur ein Haufen alter Steine; sie ist ein lebendiges Denkmal für Geschichten, die über Jahrhunderte weitergegeben wurden und auch heute noch die Fantasie beflügeln.
Ein besonderes Naturschauspiel erwartet Besucher im Winter: Der „fallende Bach“ oberhalb der Ruine verwandelt sich in einen glitzernden Eisberg. Über den Felsen lagern sich Eisschichten, unter denen das Wasser mal fließt, mal tropft. Dieses magische Schauspiel ist auch mit dem Auto erreichbar, indem man den Wegweisern zum Hofgut Rodenstein folgt. Dort kann man parken und sich anschließend im Restaurant aufwärmen.
Röntgen Grab auf dem Alten Friedhof in Gießen
Wir besuchen den Alten Friedhof in Gießen, eine Anlage, die heute als grüne Lunge der Stadt dient. Ursprünglich im Jahr 1530 angelegt, erlebte der Friedhof im 19. Jahrhundert eine intensive Belegung, bevor er 1903 durch den neuen Friedhof am Rodtberg abgelöst wurde. Heute sind nur noch wenige Gräber erhalten, die von der einstigen Funktion zeugen. Darunter finden wir die Ruhestätte eines Mannes, dessen Entdeckung die Medizin revolutionierte: Wilhelm Conrad Röntgen.
Hier ruht der Entdecker der nach ihm benannten Strahlen. Röntgen, ein bescheidener Mann, stieß eher zufällig auf seine bahnbrechende Entdeckung. Seine Forschung und Lehre an der Gießener Universität von 1879 bis 1888 prägten die Physik nachhaltig. Obwohl im englischsprachigen Raum die „X-rays“ gebräuchlich sind, bleibt sein Name im deutschen Sprachraum untrennbar mit dieser Entdeckung verbunden. Im Jahr 1901 erhielt er als Erster den Nobelpreis für Physik.
Neben dem berühmten Physiker beherbergt der Alte Friedhof weitere bemerkenswerte Persönlichkeiten:
Robert von Schlagintweit: Ein Entdecker und Reisender, der mit seinen Brüdern ferne Länder erkundete, insbesondere Indien und den Himalaya.
Dr. med. Ernst Dieffenbach: Der erste Neuseelandforscher der Welt, der nach seinen Reisen als Geologieprofessor in Gießen lehrte.
Hein Heckroth: Ein Oscar-prämierter Film- und Bühnenbildner, bekannt für seine Arbeit am Film „The Red Shoes“. Sein Grabstein wurde aus Frankfurt hierher verlegt.
Der Alte Friedhof hat sich von einer Stätte der Toten zu einem Ort des Lebens gewandelt, wo Geschichte und Natur Hand in Hand gehen. Ein Spaziergang hier bietet nicht nur Ruhe, sondern auch die Gelegenheit, bedeutenden Persönlichkeiten der Wissenschaft und Kultur nahezukommen.
Für Interessierte besteht die Möglichkeit, über die Gießener Tourist-Information spezielle Führungen zu buchen, die tiefere Einblicke in die Geschichten hinter den Gräbern geben.
Schloss Braunfels
Hoch über der Stadt thront Schloss Braunfels, ein Bauwerk, das uns mit seiner Architektur sofort in seinen Bann zieht. Die Anlage vereint Elemente der Gotik und Renaissance und wirkt wie aus einem Märchen entsprungen. Wir können uns auf eine Zeitreise begeben und die Geschichte dieses Ortes erkunden, der seit über 800 Jahren im Besitz derselben Familie ist.
Für Geschichtsinteressierte bietet das Schloss eine Vielzahl an Führungen. Wir haben die Wahl zwischen allgemeinen Schlossführungen, speziellen Familienführungen oder auch Erlebnisführungen, die sich bestimmten Themen widmen. Besonders spannend klingen die Meisterführungen, bei denen wir tiefere Einblicke in Bereiche wie Waffenkunde, Baugeschichte oder die Sammlung von Gemälden und Möbeln erhalten. Eine ganz besondere Erfahrung verspricht die Mundartführung, bei der wir mehr über den Ursprung alltäglicher Sprichwörter erfahren.
Allgemeine Schlossführung: Ein Überblick über die Geschichte und Architektur.
Meisterführung: Vertiefende Einblicke in spezifische historische und künstlerische Themen.
Mundartführung: Entdeckung der Ursprünge von Redewendungen im lokalen Dialekt.
Die Verbindungen des Schlosses reichen sogar bis nach Amerika. Die Stadt New Braunfels in Texas wurde 1845 von Carl Prinz zu Solms-Braunfels gegründet und pflegt bis heute Beziehungen zu seinem Namensgeber in Hessen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Ein charmantes Café im Schloss lädt zum Verweilen ein, besonders an Wochenenden im Winter und täglich während der hessischen Schulferien sowie im Sommer.
Schloss Braunfels ist nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein lebendiger Ort, der Geschichte, Kultur und Genuss miteinander verbindet. Die beeindruckende Kulisse macht es zu einem idealen Ziel für einen abwechslungsreichen Tagesausflug.
Leyenbach-Wasserfall bei Greifenstein
Wir entdecken den Leyenbach-Wasserfall, ein faszinierendes Naturspiel bei Greifenstein. Dieser Wasserfall ist kein gewöhnlicher Anblick; er hat sich über Jahrtausende geformt. Ursprünglich floss der Leyenbach hier auf ebenem Gelände. Ein Vulkanausbruch in der Nähe änderte alles. Magma floss über das Gebiet und erstarrte zu Basalt. Dieser Basalt war widerstandsfähiger als das umliegende Gestein. Mit der Zeit schnitt sich das Wasser durch das härtere Gestein und schuf so ein Gefälle. Der Wasserfall wandert langsam bachaufwärts, ein Prozess, der für uns kaum wahrnehmbar ist.
Die beste Zeit für einen Besuch ist nach Regen. Dann führt der Wasserfall mehr Wasser und wirkt besonders eindrucksvoll. Auch im Winter lohnt sich ein Besuch. Die Kälte und das Wasser lassen fantastische Eisskulpturen entstehen. Wer nicht wandern möchte, kann den Wasserfall auch leicht erreichen. Ein Parkplatz befindet sich bei den Koordinaten N 50° 35.081′ E 8° 12.470′. Von dort ist es nur ein kurzer Spaziergang.
Der Wasserfall erstreckt sich über eine Länge von 25 Metern, wobei die gesamte Fallhöhe etwa zehn Meter beträgt. Es ist also kein Sturzfall, sondern ein verspieltes Herabfließen über Felsen. Diese stetige Veränderung macht den Leyenbach-Wasserfall zu einem besonderen Ort.
Die Entstehung durch vulkanische Aktivität und die stetige Erosion durch das Wasser formen diesen einzigartigen Wasserfall. Es ist ein lebendiges Beispiel für geologische Prozesse.
Wir können den Besuch des Wasserfalls gut mit einer Wanderung verbinden. Die Greifenstein Schleife oder der Leonhard-Hörpel-Weg führen direkt am Wasserfall vorbei. So lässt sich die Schönheit der Natur auf vielfältige Weise erleben.
Halbmond in der Gelnhäuser Kaiserpfalz
Wir entdecken den „Halbmond“ in Gelnhausen, eine faszinierende Befestigungsanlage, die einst Teil der inneren Stadtmauer war. Dieser alte Turm, früher auch Aulenturm oder Oberer Turm genannt, diente dem Schutz der Stadt. Seine Form, von oben betrachtet ein Halbkreis, gab ihm seinen Namen. Früher war er nur von innen zugänglich, heute sind die ehemaligen Schusslöcher der Kanonen als Ausgänge gestaltet.
Von hier oben genießen wir einen wunderbaren Blick über die Gelnhauser Innenstadt und die Marienkirche. Bei klarem Wetter reicht die Sicht bis nach Frankfurt. Selbst bei bewölktem Himmel schafft die Umgebung eine besondere, fast mystische Atmosphäre.
Die Anlage bietet einen einzigartigen Einblick in die mittelalterliche Wehrarchitektur und verbindet Geschichte mit einem tollen Ausblick.
Wir empfehlen, die Anlage im Rahmen einer Stadtführung zu erkunden, um die volle Geschichte und Bedeutung des „Halbmonds“ zu erfassen. Es ist ein Ort, der Geschichte atmet und gleichzeitig eine beeindruckende Perspektive auf die Stadt bietet.
Jagdhaus Haselruhe und Beilstein in Jossgrund-Lettgenbrunn
Wir gelangen zum Jagdhaus Haselruhe, eine einladende Einkehr für Wanderer im Herzen des Spessarts. Seit den 1960er Jahren bietet es Wanderern und Radfahrern eine willkommene Rast. Die Familie Peresan führt das Haus mit viel Hingabe und sorgt dafür, dass sich jeder Gast wohlfühlt. Hier stärken wir uns mit regionalen Köstlichkeiten, oft mit Blick auf die umliegende Natur.
Nur einen Steinwurf entfernt wartet der Beilstein auf uns. Diese beeindruckende Basaltformation, entstanden vor Millionen von Jahren durch vulkanische Aktivität, wirkt wie aus einer anderen Welt. Die Höhle, umrankt von üppiger Vegetation, versprüht eine mystische Atmosphäre. Ein Netz von rund 200 Kilometern markierter Wanderwege durchzieht die Gegend, perfekt für Erkundungstouren.
Öffnungszeiten Jagdhaus Haselruhe: Von November bis März an Wochenenden, ab Ostern oder Sommerzeit von Mittwoch bis Sonntag.
Lage: Im Naturpark Hessischer Spessart, im Tal der Jossa.
Besonderheit Beilstein: Eine der größten Basalt-Höhlen der Region mit märchenhaftem Charakter.
Die Kombination aus kulinarischer Einkehr und geologischer Besonderheit macht diesen Ort zu einem echten Geheimtipp für Naturliebhaber und Genießer.
Blaue Tür in Steinau an der Straße
In Steinau an der Straße entdecken wir ein kleines, fast unscheinbares Detail, das die Fantasie beflügelt: die Blaue Tür. Sie ist kein Denkmal der Brüder Grimm, obwohl wir uns in ihrer Geburtsstadt befinden. Vielmehr ist es ein kleines Geheimnis, das darauf wartet, gefunden zu werden. Ein Spaziergang durch die historische Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern ist ohnehin lohnenswert. Wer die Blaue Tür entdeckt, darf sich vorstellen, wer oder was wohl dahinter leben mag.
Die Tür selbst ist an der Seite eines alten, freistehenden Gebäudes angebracht. Dieses Haus beherbergt heute ein privates Museum. Wer die genaue Adresse sucht, findet sie in der Brüder-Grimm-Straße 31. Die kleine blaue Tür ist an der Seite des Hauses zu finden, die an die Märzgasse grenzt. Es ist ein kleiner Fund, der aber eine große Wirkung auf die Vorstellungskraft hat.
Die Suche nach der Blauen Tür macht den Besuch in Steinau an der Straße zu einem kleinen Abenteuer. Es ist ein Detail, das man leicht übersehen könnte, aber gerade das macht seinen Reiz aus.
Wer die Tür gefunden hat, kann sich im Brüder-Grimm-Museum über das Leben und Wirken der berühmten Märchenerzähler informieren, die hier einen Teil ihrer Jugend verbrachten. Die Stadt selbst verdankt ihren Namen der Lage an einer alten Handelsstraße und dem Zusatz „an der Straße“, um Verwechslungen zu vermeiden.
Dettweiler Tempel in Königstein im Taunus
Wir entdecken den Dettweiler Tempel, ein Denkmal, das Peter Dettweiler ehrt. Dieser Ort liegt am Falkenstein in Königstein im Taunus. Eine kleine Wanderung führt uns dorthin, beginnend am denkmalgeschützten Kurbad. Die Route ist etwa einen Kilometer lang und führt durch Waldgebiete.
Der Tempel selbst wurde 1896 errichtet. Ursprünglich erwarteten wir eine weite Sicht über die Rhein-Main-Ebene. An unserem Besuchstag war der Nebel dicht, was der Atmosphäre aber eine besondere Mystik verlieh. Die Sicht war eingeschränkt, doch die Stimmung war einzigartig.
Die Wanderung zum Dettweiler Tempel bietet trotz möglicher Nebelschwaden eine besondere Erfahrung. Die Umgebung und die Geschichte des Ortes laden zum Verweilen ein.
Nach dem Tempel setzen wir unsere Wanderung fort. Wir besuchen die nahegelegene Burgruine Falkenstein. Diese Burgruine ist von April bis Oktober zugänglich. Bei klarem Wetter bietet auch sie eine schöne Aussicht auf die Umgebung.
Wir haben die Wanderung am Falkenstein aufgezeichnet. Sie ist etwa 2,5 Kilometer lang und dauert ungefähr 45 Minuten. Die Route ist für alle geeignet, die eine kurze, aber interessante Wanderung suchen. Sie ist auch gut mit dem Besuch der Burgruine Falkenstein kombinierbar.
Wisper Trail: Dickschieder Wildwechsel
Wir entdecken den Wisper Trail „Dickschieder Wildwechsel“, einen zertifizierten Premium-Wanderweg im Herzen des Taunus. Dieses Wegenetz, das sich durch weitläufige Wälder und naturbelassene Landschaften schlängelt, erinnert uns an die Schönheit des Allgäus. Der „Dickschieder Wildwechsel“ verdankt seinen Namen der hohen Wahrscheinlichkeit, hier heimisches Wild zu beobachten.
Die Wanderung führt uns zu besonderen Orten, die zum Verweilen einladen. Besonders hervorzuheben sind die „Zwillingsbänke“, die direkt nebeneinander zu einer kleinen Rast einladen. Nach einem kurzen, aber steilen Anstieg erreichen wir das „Spitzlei“, von wo aus sich eine atemberaubende Aussicht auf die farbenprächtige Natur bietet. Weiter geht es zum „Thron“, einer Bank, die erhaben über einer kleinen Schlucht thront, und zur „Baumschaukel“, einem kunstvoll gewachsenen Baum, der wie eine natürliche Schaukel wirkt. Ein weiteres Highlight ist die kleine, alte Steinbrücke, die von Moos überwuchert ist und sich malerisch in die Umgebung einfügt.
Die Entstehung und Zertifizierung solcher Premium-Wanderwege ist ein komplexer Prozess, der viel Engagement und die Einhaltung zahlreicher Bestimmungen erfordert. Es ist faszinierend zu erfahren, wie diese Wege gepflegt und erhalten werden, um uns Naturerlebnisse dieser Art zu ermöglichen.
Wir empfehlen, die Wanderung zu planen und die verschiedenen Abschnitte zu erkunden. Die Strecke bietet immer wieder neue Perspektiven und lädt dazu ein, die Natur in ihrer vollen Pracht zu genießen. Ob das „Dickschieder Fenster“ mit seiner natürlichen Rahmung oder das „Geroldsteiner Tor“ mit dem weiten Blick über die Landschaft – jeder Abschnitt hält seine eigenen Reize bereit.
Kloster Frauenberg in Fulda
Hoch über Fulda thront das Kloster Frauenberg, ein Ort, der seit fast 400 Jahren von Franziskanern bewohnt und belebt wird. Der Aufstieg dorthin lohnt sich nicht nur wegen der spirituellen Atmosphäre, sondern auch wegen des besonderen Cafés, das sich dort befindet. Das Flora Klostercafé ist mehr als nur ein Ort für eine Kaffeepause; es ist ein soziales Projekt, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand arbeiten. Die Aussicht von hier oben auf das barocke Fulda und die umliegende Landschaft ist schlichtweg atemberaubend. Ein Besuch hier verbindet Ruhe, beeindruckende Ausblicke und ein starkes soziales Engagement.
Das Kloster Frauenberg bietet eine einzigartige Kombination aus historischer Bedeutung, spiritueller Einkehr und einem einladenden sozialen Projekt, das die Gemeinschaft stärkt und Besuchern eine besondere Erfahrung ermöglicht.
Wer das Kloster besucht, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, im Flora Klostercafé einzukehren. Hier erleben wir, wie Inklusion gelebt wird, während wir die köstlichen Angebote genießen. Die Kombination aus der friedlichen Umgebung des Klosters und der herzlichen Atmosphäre des Cafés macht den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es ist ein Ort, der zum Verweilen einlädt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.
Baumklettern mit Aussicht aufs Werratal
Wir lieben es, hoch hinaus zu klettern und dabei die Welt unter uns zu betrachten. Im Kletterwald am Leuchtberg in Eschwege bietet sich genau diese Gelegenheit. Hier schwingen wir uns von Baum zu Baum und genießen dabei einen fantastischen Blick über das Werratal, den Werratalsee und die umliegende Mittelgebirgslandschaft. Es ist ein Abenteuer, das uns fordert und gleichzeitig belohnt.
Der Kletterwald hält sechs verschiedene Parcours bereit, die sich in ihrer Schwierigkeit unterscheiden. Wir bewegen uns in Höhen von bis zu 14 Metern, gesichert durch Gurte und Seile. Jeder Parcours ist anders gestaltet: Mal durchqueren wir Netze, mal hangeln wir uns an Schlingen entlang, überwinden Holzklötze oder kriechen durch Tunnel. Schwindelfreiheit ist hierbei eine gute Voraussetzung, aber das Gefühl, es geschafft zu haben, ist unbezahlbar.
Nachdem wir jeden Parcours erfolgreich gemeistert haben, bringt uns eine Seilbahn wieder sicher zu Boden. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch ein weiterer kleiner Höhepunkt des Erlebnisses.
|
Parcours |
Schwierigkeit |
Maximale Höhe |
|---|---|---|
|
1 |
Leicht |
5 Meter |
|
2 |
Mittel |
8 Meter |
|
3 |
Anspruchsvoll |
12 Meter |
|
4 |
Schwer |
14 Meter |
|
5 |
Expert |
14 Meter |
|
6 |
Familien |
7 Meter |
Einige Tipps für unser Kletterabenteuer:
Bequeme Kleidung und festes Schuhwerk sind unerlässlich.
Vor dem ersten Aufstieg gibt es eine Sicherheitseinweisung.
Die genauen Öffnungszeiten und Preise sollten vorab auf der Website des Kletterwaldes geprüft werden.
Dieses Klettererlebnis ist mehr als nur Sport; es ist eine Verbindung zur Natur und eine Herausforderung, die uns Selbstvertrauen schenkt. Die Aussicht ist dabei die Kirsche auf der Sahnetorte.
Highwalk bei Rotenburg
Wir entdecken den Highwalk bei Rotenburg, eine beeindruckende Hängebrücke, die sich über das Kottenbachtal spannt. Dieses Bauwerk, das erst kürzlich eröffnet wurde, bietet ein ganz neues Gefühl von Weite und Aussicht. Es verbindet die Rodenberg Alm mit dem Hangwald am Teufelsberg und ist ein echtes Highlight für alle, die gerne hoch hinaus wollen.
Die Brücke selbst ist ein Erlebnis. Sie ist über 600 Meter lang und führt uns in luftige Höhen. Von hier oben genießen wir einen Panoramablick, der uns den Atem rauben wird. Es ist ein Ort, der uns die Natur aus einer anderen Perspektive zeigt und uns die Weite Osthessens vor Augen führt.
In der Nähe des Highwalks finden wir auch gut ausgeschilderte Wanderwege wie den R6 und R7. Diese Routen laden uns ein, die umliegende Landschaft weiter zu erkunden. Wir können die Fuldatalregion auf Schusters Rappen entdecken und die frische Luft genießen. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Ort zu Fuß zu erleben und die Schönheit der Natur zu entdecken.
Der Highwalk ist mehr als nur eine Brücke; er ist ein Tor zu neuen Ausblicken und ein Abenteuer für alle Sinne. Wir spüren den Wind, sehen die Landschaft unter uns und fühlen uns der Natur ganz nah.
Die Preise für den Besuch sind gestaffelt:
Erwachsene ab 14 Jahren: 9,50 Euro
Kinder von 7 bis 13 Jahren: 7,50 Euro
Kinder unter 7 Jahren: Freier Eintritt
Diese Kosten sind gut investiert für das Erlebnis, das uns hier erwartet. Es ist eine Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen sollten, wenn wir in der Nähe sind.
Schwarzbachtal ab Hoherodskopf
Wir starten unsere Entdeckungstour im Herzen des Vogelsbergs, einer Region, die von vulkanischer Vergangenheit geprägt ist. Vom Hoherodskopf aus eröffnet sich uns ein Weg, der uns durch das malerische Schwarzbachtal führt. Diese Wanderung ist ein echter Geheimtipp für alle, die unberührte Natur suchen.
Der Weg schlängelt sich entlang des Schwarzbachs, der hier entspringt und sich seinen Weg durch die Landschaft bahnt. Die Route ist abwechslungsreich gestaltet und bietet immer wieder neue Ausblicke auf die sanften Hügel und dichten Wälder des Vogelsbergs. Besonders reizvoll sind die Abschnitte, wo der Bach über bemooste Steine plätschert und kleine Wasserfälle bildet.
Für diejenigen, die die Strecke verkürzen möchten oder einen entspannteren Tag planen, bietet der Vulkan-Express eine praktische Möglichkeit, zum Ausgangspunkt zurückzukehren. So lässt sich die Tour flexibel gestalten, je nach Lust und Laune.
Die Wanderung durch das Schwarzbachtal ist eine wunderbare Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und die Ruhe der Natur zu genießen. Die klare Luft und die idyllische Umgebung laden zum Verweilen ein.
Wir empfehlen, festes Schuhwerk zu tragen und Proviant mitzunehmen, um die Tour in vollen Zügen genießen zu können. Die beste Zeit für diese Wanderung sind die Monate von Frühling bis Herbst, wenn die Natur in voller Blüte steht und das Wetter meist angenehm ist.
Grenzwall Limes
Wir reisen zurück in die Zeit der Römer und Germanen und erkunden den Limes, den ehemaligen römischen Grenzwall. Entlang des Wetterauer Limes führt ein Weg, der uns die Geschichte lebendig werden lässt. Holzskulpturen und ein nachgebauter Wachturm geben uns einen Eindruck davon, wie es hier einst aussah. Ein Audioguide begleitet uns auf dieser Zeitreise und erzählt spannende Details.
Der Limesrundweg in Limeshain-Rommelhausen ist ein wunderbares Ziel für alle, die Geschichte erleben und gleichzeitig entspannen möchten. Hier können wir auf Liegen Platz nehmen, dem Rauschen des Waldes lauschen und die Ruhe genießen. Ein Picknick am Limes ist eine tolle Möglichkeit, die Umgebung auf sich wirken zu lassen.
Der Limes ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und ein beeindruckendes Zeugnis römischer Ingenieurskunst.
Wir können den Limes auf verschiedene Weisen entdecken:
Zu Fuß auf gut ausgeschilderten Wanderwegen.
Mit dem Fahrrad auf ausgewiesenen Routen, die oft parallel zum Limes verlaufen.
Mit Hilfe eines Audioguides, der uns die Geschichte näherbringt.
Die Spuren der Vergangenheit sind hier noch deutlich sichtbar und laden zu einer Entdeckungstour ein, die sowohl lehrreich als auch erholsam ist.
Stangenpyramide in Dreieich
Wir haben einen besonderen Tipp für alle, die das Besondere suchen: die Stangenpyramide in Dreieich. Dieses Kunstwerk steht auf einem Hügel nördlich von Dreieichenhain, nicht weit von der Antennenanlage der Deutschen Flugsicherung. Man erreicht es gut über den Weg ‚Auf der Hub‘, der von Dreieichenhain zum Gut Neuhof führt.
Die Pyramide selbst ist beeindruckend. Sie besteht aus über 450 Rundhölzern, die jeweils 24 Zentimeter im Durchmesser messen und miteinander verleimt sind. Wenn das Wetter mitspielt, bietet sich von hier oben ein fantastischer Blick. Wir konnten bei unserem Besuch die Frankfurter Skyline und sogar den Taunus sehen. Das ist ein Anblick, der zu jeder Jahreszeit und zu jeder Tageszeit Freude macht.
Wer nach dem Besuch der Pyramide noch Lust auf Bewegung hat, dem empfehlen wir die Luderbachaue. Dieses schöne Landschaftsschutzgebiet liegt ganz in der Nähe und man kann dort wunderbar am Bach entlang spazieren gehen. Es ist ein toller Ort, um die Natur zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.
Apfelweinroute zu Fuß oder per Rad
Wir entdecken die Region auf den Spuren des hessischen Nationalgetränks. Die Apfelweinroute (siehe auch Ebbelwoi) lädt dazu ein, die Gegend auf Schusters Rappen oder in die Pedale tretend zu erkunden. Entlang der Strecke liegen zahlreiche traditionelle Apfelweinlokale, die zu einer Rast einladen. Ob man sich nun für eine Wanderung durch malerische Landschaften entscheidet oder lieber mit dem Fahrrad die Wege erkundet, die Route bietet vielfältige Eindrücke.
Die Wege führen durch Dörfer und vorbei an Streuobstwiesen, wo der Apfel für den edlen Tropfen wächst. Man kann die Route in Etappen zurücklegen und so die verschiedenen Facetten der Region kennenlernen. An manchen Orten gibt es spezielle Infotafeln, die über die Herstellung von Apfelwein und die Geschichte der Region informieren. Besonders reizvoll ist die Kombination aus Bewegung in der Natur und dem Genuss lokaler Spezialitäten.
Wir empfehlen, sich vorab über die genauen Streckenführungen zu informieren, da die Wege variieren können. Einige Abschnitte sind besser für Wanderer geeignet, während andere sich hervorragend für Radfahrer eignen. Die genaue Länge und der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Etappen sind auf den entsprechenden Karten verzeichnet. So findet jeder die passende Tour für sich.
Die Apfelweinroute ist mehr als nur ein Weg; sie ist eine Einladung, die Kultur und Landschaft Hessens auf authentische Weise zu erleben. Jeder Schritt und jede Umdrehung des Rades wird mit neuen Entdeckungen belohnt.
Rheingauer-Riesling-Schleifen
Wir laden Sie ein, die malerische Landschaft des Rheingaus auf eine ganz besondere Weise zu entdecken: die Rheingauer Riesling-Schleifen. Diese sorgfältig ausgewählten Rundwanderwege führen uns durch die Weinberge und bieten ein authentisches Erlebnis für Weinliebhaber und Wanderfreunde gleichermaßen. Mit Längen zwischen vier und sieben Kilometern ist jede Schleife so gestaltet, dass sie bequem in einem halben Tag erkundet werden kann, was sie zu einem idealen Ziel für einen entspannten Ausflug macht.
Entlang der Wege finden wir immer wieder Gelegenheiten, die lokalen Weine zu probieren. Zahlreiche Weinprobierstände, gemütliche Vinotheken und traditionelle Gutsschänken laden zur Einkehr ein. Besonders reizvoll sind die zahlreichen Aussichtspunkte, von denen sich ein atemberaubender Blick über die Weinberge bis hin zum Rhein eröffnet.
Ein Beispiel für eine solche Route ist die Hallgarter Sonnenrunde, die direkt in Hallgarten beginnt. Sie verbindet auf charmante Weise die Schönheit der Natur mit der Kultur des Weinbaus. Wir erleben die Vielfalt der Rebsorten und genießen die Ruhe der Landschaft.
Die Riesling-Schleifen sind mehr als nur Wanderwege; sie sind eine Einladung, die Seele Hessens zu spüren und den weltberühmten Riesling in seinem Ursprungsort zu erleben. Wir empfehlen, sich Zeit zu nehmen, die kleinen Details zu genießen und die Gastfreundschaft der Region auf sich wirken zu lassen.
Neroberg
Wir steigen auf den Neroberg, eine Erhebung, die uns einen wunderbaren Blick über Wiesbaden schenkt. Schon seit 1888 bringt uns die historische Nerobergbahn bequem nach oben. Oben angekommen, erwartet uns eine Vielfalt an Erlebnissen.
Wir entdecken den „Nerobergtempel“, der wie ein griechischer Tempel aussieht, und genießen die Aussicht von der Löwenterrasse. Ein Spaziergang auf dem Walderlebnispfad führt uns durch die Natur. Besonders beeindruckend ist die Russische Kapelle, ein architektonisches Juwel. Für Aktive gibt es einen Kletterwald, der uns herausfordert.
Ein besonderer Genuss ist der „Neroberger Schoppen“, ein Wein, der direkt aus den umliegenden Weinbergen stammt. Wir probieren ihn gerne.
Nerobergbahn: Historische Standseilbahn
Löwenterrasse: Panoramablick
Russische Kapelle: Architektonisches Highlight
Kletterwald: Abenteuer für Aktive
Neroberger Schoppen: Lokaler Wein
Der Neroberg bietet eine Mischung aus Natur, Kultur und Genuss, die wir uns nicht entgehen lassen.
Modautaler Uferwanderweg
Wir entdecken den Modautaler Uferwanderweg, eine Route, die uns durch die malerische Landschaft des Odenwalds führt. Der Weg beginnt in Modautal-Neunkirchen, dem höchstgelegenen Ort im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Von dort begleiten wir die Modau auf ihrem Weg durch Bachauen hinab ins Tal.
Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, unterwegs in die Odenwälder Mundart einzutauchen. Der Weg kreuzt den Mundartwanderweg „Guure er Leit!“. An verschiedenen Infotafeln mit QR-Codes lauschen wir Gedichte, Lieder und Geschichten, die auf Ourewällerisch erzählt werden. Das ist eine schöne Abwechslung, die den Ausflug für uns besonders macht.
Die Wanderung führt uns durch die Dörfer Brandau und Hoxhol. Nach etwa zwölf Kilometern erreichen wir unser Ziel. Unterwegs gibt es immer wieder Gelegenheiten für eine Rast und Einkehrmöglichkeiten.
Der Modautaler Uferwanderweg verbindet Naturerlebnisse mit kulturellen Einblicken in die regionale Sprache und Tradition.
Wir genießen die gute Aussicht und die Ruhe, die diese Gegend ausstrahlt. Es ist eine Wanderung, die uns die Schönheit des Odenwalds auf eine besondere Art näherbringt.
Sonnensystem wandern
Wir haben eine faszinierende Möglichkeit entdeckt, das Sonnensystem zu erkunden, ohne unser Raumschiff zu verlassen: den Planetenweg in Darmstadt. Diese Route ist eine clevere Idee, um die Weiten des Alls greifbar zu machen. Jeder Meter auf diesem Weg repräsentiert eine Million Kilometer im tatsächlichen Sonnensystem. So wird eine Strecke von nur 2,8 Kilometern zu einer Reise durch Milliarden von Kilometern.
Der Weg beginnt an der Volkssternwarte auf der Ludwigshöhe. Von dort aus führt er uns vorbei an Informationstafeln, die uns mehr über die einzelnen Planeten erzählen. Es ist eine tolle Gelegenheit, mehr über unsere kosmische Nachbarschaft zu lernen, während wir uns bewegen. Die gesamte Tour dauert maximal zwei Stunden, was sie zu einem perfekten Ausflug für einen Nachmittag macht.
Die Skalierung des Planetenwegs ermöglicht es uns, die immensen Distanzen im Sonnensystem auf anschauliche Weise zu begreifen. Es ist eine lehrreiche Erfahrung, die Wissen und Bewegung auf einzigartige Weise verbindet.
Wir finden, dass dies eine wunderbare Aktivität für Familien und alle ist, die sich für Astronomie interessieren. Es ist eine spielerische Art, die Wissenschaft zu erleben und gleichzeitig die Natur zu genießen. Die Kombination aus Bildung und Bewegung macht diesen Weg zu einem echten Geheimtipp für alle, die etwas Besonderes in Hessen suchen.
Badeseen und historische Rhein-Mühlen
Wir haben im Kreis Groß-Gerau eine wunderbare Auswahl an Orten entdeckt, die Erfrischung und Geschichte verbinden. Wer sich gerne im kühlen Nass bewegt oder einfach nur die Sonne genießen möchte, findet hier zahlreiche Badeseen, die zum Verweilen einladen. Doch das ist noch nicht alles: Entlang des Rheins stoßen wir auf faszinierende Zeugen vergangener Zeiten – die historischen Rhein-Mühlen.
Ein besonderer Tipp ist die Ginsheimer Rheinschiffsmühle. Früher waren solche schwimmenden Betriebe essenziell für die Getreideverarbeitung und prägten das Bild des Rheins. Heute steht dort eine Rekonstruktion, die uns einen kleinen Einblick in diese Ära gewährt und ein kleines Museum beherbergt. Es ist beeindruckend, sich vorzustellen, wie diese Mühlen einst im Fluss trieben und die Menschen versorgten.
Die Kombination aus entspannten Stunden am Wasser und dem Eintauchen in die Industriegeschichte macht diesen Teil Hessens zu einem echten Geheimtipp für alle, die das Besondere suchen.
Diese Mühlen erzählen Geschichten von harter Arbeit und Ingenieurskunst. Sie erinnern uns daran, wie wichtig der Fluss für die Region war und wie sich die Technik im Laufe der Zeit entwickelt hat. Ein Besuch dort ist wie eine kleine Zeitreise, die uns die Bedeutung des Rheins für die Region näherbringt.
Römische Villa Haselburg bei Höchst
Wir entdecken die Römische Villa Haselburg, ein faszinierendes Zeugnis römischer Vergangenheit im Odenwaldkreis. Auf einer Anhöhe bei Hummetroth, nahe Höchst, gelegen, bietet die Anlage nicht nur Einblicke in das ländliche römische Leben, sondern auch beeindruckende Ausblicke über die Landschaft.
Die gut erhaltenen Reste der Villa lassen uns das Alltagsleben der Römer lebendig werden. Es ist, als würden wir durch die Gänge und Räume wandeln, die vor Jahrhunderten bewohnt waren. Die Anlage ist ein wahres Kleinod für Geschichtsinteressierte und alle, die sich für die Spuren der Vergangenheit begeistern.
Für Radfahrer ist die Villa Haselburg ein besonderes Highlight. Sie bildet den Endpunkt eines reizvollen Rundkurses, der uns durch schöne Landschaften führt. Die Tour ist gut ausgeschildert und bietet unterwegs immer wieder herrliche Panoramen.
Die Villa Haselburg ist mehr als nur eine Ruine; sie ist ein Fenster in eine längst vergangene Zeit, das uns die Lebensweise unserer Vorfahren näherbringt.
Die Villa ist in den Monaten April bis Oktober geöffnet, jeweils sonn- und feiertags von 13 bis 17 Uhr. Ein Besuch lohnt sich für Jung und Alt, um die Geschichte hautnah zu erleben.
Schwanheimer Dünen
Wer hätte gedacht, dass wir mitten in Frankfurt eine kleine Reise an die Ostsee unternehmen können? Die Schwanheimer Dünen machen es möglich. Dieses Naturschutzgebiet, eine echte Binnendüne, versetzt uns mit seiner einzigartigen Vegetation sofort in Urlaubsstimmung. Wir erreichen diesen besonderen Ort ganz einfach mit der Personenfähre von Höchst aus. Der Stadtteil Höchst selbst ist mit seinem historischen Schlossplatz und den Fachwerkhäusern ebenfalls einen Besuch wert, bevor wir uns dem Naturerlebnis widmen.
Die Dünenlandschaft bietet eine überraschende Abwechslung zum städtischen Umfeld. Hier können wir spazieren gehen und die besondere Flora und Fauna entdecken, die sich an diese trockenen Bedingungen angepasst hat. Es ist ein Ort, der zum Verweilen einlädt und uns zeigt, wie vielfältig die Natur auch in Stadtnähe sein kann.
Die Schwanheimer Dünen sind eine faszinierende Binnendüne, die ein Gefühl von Küstenurlaub mitten im Rhein-Main-Gebiet vermittelt.
Ein Ausflug hierher ist eine wunderbare Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und eine unerwartete Naturkulisse zu genießen. Wir empfehlen, die Fähre zu nehmen, um die Anreise schon zu einem kleinen Abenteuer zu machen.
Idstein
Idstein, eine kleine Stadt im Taunus nahe Wiesbaden, entführt uns in eine andere Zeit. Wir entdecken eine malerische Altstadt, gesäumt von zahlreichen Fachwerkhäusern, die Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten erzählen. Ein Spaziergang durch diese Gassen fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit.
Das Schloss Idstein, umgeben von einem weitläufigen Park, lädt zum Verweilen ein. Hier verbinden sich Geschichte und Natur zu einem harmonischen Ganzen. Wer im Herbst kommt, erlebt den berühmten Hexenmarkt, ein Spektakel, das die Stadt in eine besondere Atmosphäre taucht.
Auch kulinarisch hat Idstein einiges zu bieten. Die Weinfeste im Frühling, wie das „Weinfest der Blauen“, und das „Kelterfest“, wo man den frischen Most probieren kann, sind Höhepunkte für Genießer. Die umliegenden Wälder bieten zudem ideale Bedingungen für ausgedehnte Wanderungen und Radtouren.
Idstein zeigt uns, wie gut sich Geschichte, Kultur und Natur in einer charmanten Kleinstadt verbinden lassen. Es ist ein Ort, der Ruhe und Entdeckung gleichermaßen verspricht.
Fachwerkarchitektur: Zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild.
Schloss Idstein: Ein historisches Gebäude mit einem angrenzenden Park.
Regionale Feste: Weinfeste und das Kelterfest bieten Einblicke in lokale Traditionen.
Ein Fazit zu Hessens verborgenen Schätzen
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Auswahl an geheimen Orten in Hessen einige neue Ideen für Ihren nächsten Ausflug geben konnten. Es gibt so viel mehr zu entdecken, als man auf den ersten Blick denkt. Wir selbst haben bei der Recherche und Erkundung dieser Orte viel Neues gelernt und waren begeistert von der Vielfalt und Schönheit, die Hessen zu bieten hat. Wir werden sicher wiederkommen, um noch mehr von diesem wunderbaren Bundesland zu erkunden. Welcher dieser Orte hat Sie am meisten angesprochen? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!
Häufig gestellte Fragen
Welche Arten von geheimen Orten können wir in Hessen entdecken?
Wir haben in Hessen viele versteckte Schätze gefunden! Von alten Burgen und Schlössern, die Geschichten erzählen, bis hin zu versteckten Wasserfällen und besonderen Naturplätzen. Manchmal sind es auch kleine, unerwartete Dinge wie eine ‚Blaue Tür‘ oder ein besonderer Tempel, die einen Ausflug lohnenswert machen.
Sind diese Orte auch für Familien mit Kindern geeignet?
Viele der Orte, die wir uns angeschaut haben, sind super für Familien! Es gibt zum Beispiel spannende Wanderwege, die auch für Kinder gut machbar sind, oder Orte mit viel Natur zum Entdecken. Wir achten darauf, dass es nicht nur für Erwachsene interessant ist.
Wie erreichen wir diese geheimen Orte am besten?
Die meisten dieser Orte sind gut mit dem Auto zu erreichen, da Hessen ja ziemlich zentral liegt. Für manche Ausflüge, besonders die Wanderungen, ist es am besten, wenn wir uns vor Ort gut informieren, wie wir am besten hinkommen, vielleicht auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder durch eine gute Planung der Anfahrt.
Müssen wir für diese Ausflugsziele Eintritt bezahlen?
Das ist ganz unterschiedlich. Manche Schlösser oder besondere Anlagen haben einen Eintrittspreis, aber viele Naturziele wie Ruinen, Wasserfälle oder Wanderwege sind kostenlos. Wir versuchen, eine gute Mischung zu finden, bei der man nicht immer tief in die Tasche greifen muss.
Was sollten wir für einen Tagesausflug nach Hessen mitnehmen?
Gutes Schuhwerk ist fast immer eine gute Idee, besonders wenn wir wandern oder alte Ruinen erkunden wollen. Wetterfeste Kleidung ist auch wichtig, denn das Wetter kann in Hessen ja mal umschlagen. Und natürlich eine Kamera, um all die schönen Entdeckungen festzuhalten!
Gibt es auch kulinarische Geheimtipps in der Nähe dieser Orte?
Ja, das ist uns auch wichtig! Bei manchen Ausflügen haben wir direkt lokale Spezialitäten probiert, zum Beispiel Wein in der Nähe von Schlössern. Wir achten darauf, dass man die regionalen Köstlichkeiten entdecken kann, sei es in kleinen Cafés oder bei besonderen Veranstaltungen.
