Rodgau Monotones

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Rodgau Monotones ist eine 1977 gegründete deutsche Rockband, benannt nach der hessischen Stadt Rodgau, die die Refrains ihrer in Hochdeutsch vorgetragenen Lieder gerne mit Ausdrücken hessischer Mundart schmückt.

Die Liedtexte handeln dabei vorwiegend von dem Glück und Tücken des Alltagslebens. Ihre größten Hits sind „Ei Gude wie!“, „St.Tropez am Baggersee“, „Die Hesse komme!“, „Hallo, ich bin Hermann“ und „Is nur Kino“. Die erste veröffentlichte LP heißt „Wollt ihr Musik, oder was?!“, erschienen im Jahr 1982 beim Rockport-Verlag (Bernd Gruber).

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Im November des Jahres 1977 trafen sich fünf Musiker aus dem Großraum Rodgau zum ersten Mal im Proberaum und gründeten die „Rodgau Monotones“. Man wollte zusammen Musik machen, die kein Deutsch- bzw. Jazzrock, sondern eher Party-Rock ist. In den ersten Jahren beschränkte man sich darauf, Stücke von ZZ Top, Johnny Winter, Queen mit deutschen Texten versehen darzubieten. Im Jahr 1978 stieß Hendrik „Henni“ Nachtsheim mit seinem Saxophon zur Band.

Der erste Auftritt der Band fand zum Fasching 1978 im Roxy in Offenbach am Main statt – als Pausenfüller von „Hartz Reinhard Revival“, in der ebenfalls Mob und Osti spielten. Danach folgten eine Reihe von Auftritten „in der Pampa“, wo bereits bis zu 2000 Leute zu den Konzerten kamen, als in Frankfurt noch keiner die Band kannte. Im Jahr 1980 folgten dann der erste Auftritt in der Batschkapp in Frankfurt-Eschersheim, der mangels Repertoire nach nur einer Stunde beendet war, und die erste Single: Marmor, Stein und Eisen bricht.

1982 nahmen sie ihr erstes Album Wollt ihr Musik, oder was? auf und gingen regional auf Tour. Mit der Singleauskopplung Ei Gude wie aus ihrem zweiten Album Fluchtpunkt Dudenhofen schafften sie ihre ersten Radioeinsätze. Die Charterfolge des Albums Volle Lotte (D #16) und der Single Die Hesse komme! (D #22) verhalfen den Rodgau Monotones zum endgültigen Durchbruch. Im Jahr 1985 legten sie mit dem Longplayer Wir seh'n uns vor Gericht (D #23) und der Singleauskopplung Hallo, ich bin Hermann (D #75) nach. Im gleichen Jahr spielten sie in der Band für Afrika zusammen mit anderen Rockgrößen auf der Kölner Domplatte den deutschen Beitrag Nackt im Wind zum „Live Aid Konzert“.

Der Teilnahme am Festival im Stadion am Bieberer Berg 1983 in Offenbach am Main mit Santana, Bob Dylan und Joan Baez folgte 1984 „Pampa-Power“ im Stadion des FSV Frankfurt, dem Bornheimer Hang mit „Flatsch!, Crackers, Feinbein, Hob Goblin, Roger Chapman“, das WAA-Festival und am 19. Oktober 1985 im Anschluss an einen Auftritt bei Kuli in Einer wird gewinnen zusätzlich noch einer im ARD-Rockpalast.

Der Karikaturist Chlodwig Poth produzierte 1985 mit seiner Tochter Leonore Poth einen 30-minütigen Musikfilm mit Zeichentrick-Elementen namens „Rodgau Melodies – Die Rodgau Monotones und ihre Lieder“ für den Hessischen Rundfunk. Die rudimentäre Handlung des Films – mittlerweile auf DVD erhältlich – spielte an einem Rodgauer Kiosk.

Im Jahr 1987 stieg zur „Sportsmänner“-Tour der Saxophonist Achim Farr in die Band ein. 1990 kam es dann zum Weggang von Henni Nachtsheim, der zusammen mit Gerd Knebel von Flatsch! das Comedy-Duo Badesalz gründete. Eineinhalb Jahre wurde pausiert, dann wurde mit der Rodgauerin Kerstin Pfau der richtige Ersatz für den Gesang gefunden.

Mitte des Jahres 2001 gab es einen erneuten Bruch, als Achim Farr die Band auf eigenen Wunsch verließ. Mit diesem Weggang wurde auch der Bläsersatz mit Joachim Kunze (Trompete) und Thomas Wimbauer (Posaune) aufgelöst. Als neuer Saxophonist kam Matthias „Mattl“ Dörsam.

Im März 2003 feierten die Rodgau Monotones ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum („Silberhochzeit“) in zwei ausverkauften Konzerten in der Stadthalle Offenbach zusammen mit ihren alten Weggefährten Flatsch!, Hob Goblin, Die Crackers und 8000 Fans.

Ihr dreißigjähriges Bühnenjubiläum begingen die „Monotones“ am 30. August 2008 zusammen mit zahlreichen Gästen wie Anne Haigis und Wolfgang Niedecken und Wegbegleitern wie Hendrik Nachtsheim, Gerd Knebel oder Jürgen Zöller im Hanauer Amphitheater. Das dreistündige Konzert wurde am 28. September 2008 zusammen mit dem zweistündigen Unplugged-Konzert der „Monotones“ vom Mai 2008 sowie dem Film Rodgau Melodies vom hr-Fernsehen als „Die lange Rodgau Monotones Nacht“ ausgestrahlt.

Diskografie

Singles

Studioalben

Livealben

Compilationen

Video und DVD

Hessische „Nationalhymne“

Ihr selbstironisches Lied „Die Hesse komme!“ gilt vielen seit dem Erscheinen in den 1980er Jahren als hessische Landeshymne und übertrifft in Popularität das offizielle Hessenlied bei weitem. Noch 2005 wurde es in einer Pressemitteilung der Grünen-Fraktion im Hessischen Landtag als die „Offizielle Hessen-Hymne“ bezeichnet. [1]

Quellen

  1. Vorlage:Literatur

Weblinks

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