Lahn-Dill-Kreis
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Gießen | ||
| Verwaltungssitz: | Wetzlar | ||
| Fläche: | 1.066,5 km² | ||
| Einwohner: | 258.063 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 242 Einwohner je km² | ||
| Kfz-Kennzeichen: | LDK (alt: L) | ||
| Kreisschlüssel: | 06 5 32
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| Kreisgliederung: | 23 Gemeinden | ||
| Adresse der Kreisverwaltung: | Karl-Kellner-Ring 51 35576 Wetzlar | ||
| Webpräsenz: | |||
| Landrat: | Wolfgang Schuster (SPD) | ||
| Lage des Lahn-Dill-Kreises in Hessen | |||
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Der Lahn-Dill-Kreis ist ein Landkreis in Hessen mit Verwaltungssitz in der Kreisstadt Wetzlar und einer Nebenstelle in Dillenburg. In den siebziger Jahren wurde der Kreis administrativ nach einer großen Gebietsreform aus der Region Lahn-Dill bzw. dem Lahn-Dill-Gebiet gebildet. Namensgebend für den Landkreis sind die beiden Flüsse Lahn und Dill. Seine Entstehung erfolgte in Etappen: Erstmals 1977 rund um die Stadt Lahn. Nach deren Auflösung entstand er ein zweites Mal 1979 endgültig in verkleinerter Form, als neuer Landkreis in Mittelhessen, aus Teilen des Altkreises Wetzlar und dem Dillkreis.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Die Dill ist ein rechter Nebenfluss der Lahn, beide verlaufen in landschaftsprägenden Tälern. Die Lahn durchfließt von Osten kommend das südliche Kreisgebiet und die Kreisstadt Wetzlar, wo sie die Dill aufnimmt, und weiter westwärts, um das Kreisgebiet bei Leun in Richtung Weilburg wieder zu verlassen. Das nördliche Kreisgebiet umfasst die Kalteiche und die Haincher Höhe, das westliche Kreisgebiet die Ausläufer des Westerwalds und der südliche Teil das mittlere Lahntal und Teile des Hintertaunus.
Nachbarkreise sind im Nordosten der Landkreis Marburg-Biedenkopf, im Osten der Landkreis Gießen, im Süden der Hochtaunuskreis und der Wetteraukreis, im Südwesten der Landkreis Limburg-Weilburg, im Westen der rheinland-pfälzische Westerwaldkreis sowie im Nordwesten und Norden der nordrhein-westfälische Kreis Siegen-Wittgenstein.
Geschichte
Das südliche Kreisgebiet gehörte den Fürsten zu Solms-Braunfels und der Freien Reichsstadt Wetzlar. Diese musste in der Folge des Reichsdeputationshauptschlusses ihre Reichsfreiheit 1803, danach als Grafschaft Wetzlar, zugunsten des neugeschaffenen Großherzogtums Frankfurt des Fürstprimas und Reichserzkanzlers Karl Theodor von Dalberg aufgeben. Die ehemals solmsischen Gebiete kamen 1806 an Nassau und 1815 im Tausch ebenfalls an Preußen. 1816 entstanden die preußischen Kreise Wetzlar und Braunfels, die 1822 zum Landkreis Wetzlar vereinigt wurden. Der Kreis gehörte bis 1932 als Exklave zur preußischen Rheinprovinz. Das nördliche Kreisgebiet gehörte seit dem Mittelalter zum Fürstentum Nassau bzw. Nassau-Oranien, das ab 1815 Herzogtum Nassau hieß. Dieses bildete die beiden Ämter Herborn und Dillenburg. Nach dem Anschluss des Herzogtums Nassau an Preußen im Jahr 1866 wurden beide Ämter zum Dillkreis vereinigt. (Siehe auch Hauptartikel: Lahn-Dill-Gebiet)
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das ganze heutige Kreisgebiet zum Land Hessen. Die beiden Kreise (Wetzlar und Dillkreis) bestanden noch bis 1976 fort. Am 1. Januar 1977 wurden sie zusammen mit dem Kreis Gießen zum neuen Lahn-Dill-Kreis vereinigt. Sitz der Kreisverwaltung wurde die gleichzeitig gebildete kreisfreie Großstadt "Lahn". Diese entstand durch Vereinigung der kreisfreien Stadt Gießen mit der Stadt Wetzlar und 14 umliegenden Gemeinden.
Wegen heftiger Proteste, im Wesentlichen seitens der Wetzlarer Bevölkerung, wurde die Gebietsreform teilweise rückgängig gemacht. Mit Wirkung vom 1. August 1979 wurde die Stadt "Lahn" wieder aufgelöst und die wieder errichtete Stadt Wetzlar Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises, welcher durch die Wiedererrichtung des Landkreises Gießen (Kreisstadt Gießen) entsprechend verkleinert wurde. Seither umfasst der Lahn-Dill-Kreis 23 Städte und Gemeinden.
Politik
Kreistag
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 38,1 | 31 | 35,4 | 29 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 35,2 | 28 | 39,5 | 32 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 5,6 | 5 | 5,8 | 5 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,2 | 3 | 4,1 | 3 |
| FWG | FREIE WÄHLERGEMEINSCHAFT | 11,4 | 9 | 10,6 | 9 |
| REP | Die Republikaner | 1,3 | 1 | 2,7 | 2 |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | 2,0 | 2 | 1,8 | 1 |
| WASG | Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative | 2,2 | 2 | – | – |
| gesamt | 100,0 | 81 | 100,0 | 81 | |
| Wahlbeteiligung in % | 40,4 | 47,7 | |||
Wappen
Blasonierung: „Geteilt: oben in Gold ein rot bewehrter schwarzer Doppeladler; unten gespalten: vorn in Gold ein blaues Jagdhorn mit rotem Band, hinten in blauem, mit goldenen Schindeln bestreutem Feld ein rot bewehrter goldener Löwe.“ (Wappen-Verleihung: 4. August 1980)
Der Reichsadler symbolisiert die ehemals Freie Reichsstadt Wetzlar, das Jagdhorn die Grafschaft Oranien und der Löwe das Fürstentum Nassau.
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 45 (Aschaffenburg–Dortmund) und A 480 (Wetzlar–Reiskirchen; Teilstück ab dem Wetzlarer Kreuz bis zur derzeitigen Ausfahrt nach Wetzlar-Blasbach). Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 49, B 253, B 255, B 277 und die ehemalige B 277a.
Durch das Kreisgebiet führt die Dillstrecke (KBS 445) der Deutschen Bahn AG mit RegionalExpress-Verbindungen von Frankfurt am Main bzw. Gießen über Wetzlar und Dillenburg nach Siegen (Anschluss in Richtung Hagen) und weiter über die Siegstrecke (KBS 460) nach Köln und Aachen, sowie mit dem Mittelhessen-Express, der die Gemeinden des mittleren Lahn-Dill-Kreises umsteigefrei mit Frankfurt verbindet. Außerdem verkehren die Züge auf der Lahntalbahn (KBS 625) von Gießen über Wetzlar–Weilburg–Limburg nach Koblenz. Am Rande berührt die Hellertalbahn (KBS 462) von Dillenburg über Haiger nach Betzdorf noch das Kreisgebiet. Im Süden besteht von Waldsolms-Brandoberndorf über die Taunusbahn Anschluss nach Bad Homburg und Frankfurt. Größere Bahnhöfe befinden sich in Wetzlar, Herborn und Dillenburg.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 31. Dezember 2007)
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Sonstiges
Bei der Gründung des Lahn-Dill-Kreises bekam dieser ebenso wie die kreisfreie Stadt Lahn das Kfz-Kennzeichen L, das ursprünglich jedoch für Leipzig reserviert war. Obwohl die Stadt Lahn nicht lange existierte, behielt der Lahn-Dill-Kreis zunächst das "L" als Kennzeichen bei. Nachdem die Wiedervereinigung stattfand, musste das "L" 1991 an Leipzig abgetreten werden. Der Lahn-Dill-Kreis erhielt danach das neue Kennzeichen LDK. Die vorher im Lahn-Dill-Kreis zugelassenen Kennzeichen mit dem Buchstaben "L" behalten aber ihre Gültigkeit unbegrenzt weiter. Die Leipziger und „Lahner“ Kennzeichen können ab 1990 voneinander anhand der Ziffernanzahl unterschieden werden. Leipziger Kennzeichen (ohne B, F, G, I, O, Q) haben vier Ziffern, die alten Kennzeichen des Lahn-Dill-Kreises hatten Kennzeichen aus dem Nummernbereich L-AA 100 bis L-ZZ 100. Während der übrige Nummernbereich zuzüglich L-A 1000 ff. der Stadt Lahn bis 31. Juli 1979 vorbehalten war. Zum Ausschluss von Verwechslungen werden von der Stadt Leipzig nur Kennzeichenkombinationen von L- AA 1000 bis L-TZ 1000 und L-F 1000 bis L-T 1000 und vom Landkreis Leipzig nur Kennzeichenkombinationen von L-UA 1000 bis L-ZZ 1000 und L-U 1000 bis L-Z 1000 vergeben. Da die Buchstaben B, F, G, I, O, Q zur Zeit des Lahn-Dill-Kreises noch nicht ausgeteilt wurden, stehen weitere Kombinationen, die diese Buchstaben enthalten, für Leipzig zur Verfügung. Die Aufteilung von Kombinationen mit diesen Buchstaben auf die Stadt Leipzig und den Landkreis Leipzig ist unübersichtlich.
Weblinks
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