Lahn-Dill-Bergland
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Vorlage:Infobox Nationalpark Das Lahn-Dill-Bergland ist eine Mittelgebirgs-Region im westlichen Mittelhessen (Deutschland) und seit September 2007 auch Naturpark.
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Geographie
Begrenzt von Lahn und Dill befindet sich die Region in Teilen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und des Lahn-Dill-Kreises. Sie stößt im Südwesten an den eigentlichen Westerwald und im Nordwesten an das Rothaargebirge. Außerdem wird sie durch die Stadt Biedenkopf im Norden, die Gemeinde Lohra im Osten, die Gemeinde Ehringshausen im Süden sowie der Stadt Haiger im Westen begrenzt.
Naturraum Vorlage:Anker
Das Lahn-Dill-Bergland besteht naturräumlich zu großen Teilen aus der Haupteinheit Gladenbacher Bergland in der Haupteinheitengruppe Westerwald und ist dessen nördlicher Ausläufer. Sie wird wegen der großen Flächengleichheit teilweise auch unter diesem Namen geführt. Weitere Haupteinheiten sind das Dilltal, das Hochsauerland und der Ostsauerländer Gebirgsrand [1]. Folgende Untereinheiten werden im Lahn-Dill-Bergland unterschieden:
- 32 Westerwald
- 320 Gladenbacher Bergland
- 320.0 Lahn-Dill-Bergland
- 320.00 Breidenbacher Grund
- 320.01 Bottenhorner Hochflächen
- 320.02 Schelder Wald
- 320.03 Zollbuche
- 320.04 Hörre
- 320.05 Krofdorf-Königsberger Forst
- 320.1 Gladenbacher Hügelland
- 320.10 Damshäuser Kuppen
- 320.11 Elnhausen-Michelbacher Senke
- 320.12 Salzbödetal
- 320.13 Niederweidbacher Becken
- 320.2 Oberes Lahntal
- 320.0 Lahn-Dill-Bergland
- 321 Dilltal
- 321.0 Unteres Dilltal
- 321.1 Oberes Dilltal
- 320 Gladenbacher Bergland
- 33 Süderbergland
- 333 Hochsauerland (Rothaargebirge)
- 333.0 Dill-Lahn-Eder-Quellgebiet
- 333.00 Kalteiche (mit Haincher Höhe)
- 333.01 Ederkopf-Lahnkopf-Rücken
- 333.3 Sackpfeife
- 333.0 Dill-Lahn-Eder-Quellgebiet
- 332 Ostsauerländer Gebirgsrand
- 332.0 Sackpfeifen-Vorhöhen (mit Wollenberg)
- 333 Hochsauerland (Rothaargebirge)
Namensherkunft
Ihren Namen erhielt das Lahn-Dill-Bergland durch die bereits genannten Flüsse Lahn und Dill. Abgeleitet wurde der Name von dem Naturraum Lahn-Dill-Bergland (Gladenbacher Bergland), der allerdings eine etwas andere Flächenzusammensetzung als die Region hat. Da die Begrenzung der Region den Verwaltungsgrenzen der beteiligten Gemeinden entspricht, fallen einige Teile des genannten Naturraumes weg, während andererseits noch Teile der Naturräume Dilltal sowie Hochsauerland (Rothaargebirge) hinzukommen. Im Oktober 2000 wurde die Region durch das Land Hessen als Landschaftsschutzgebiet Lahn-Dill-Bergland ausgewiesen.
Region Lahn-Dill-Bergland e.V.
Der Verein Region Lahn-Dill-Bergland e.V. wurde 1996 durch 14 Städte und Gemeinden, sowie einer Vielzahl von Privatpersonen, Unternehmen und Verbänden gegründet. Ziel des Vereins ist die Förderung der ländlichen Regionalentwicklung. 2002 wurde die Region in ein Europäisches Förderprogramm für Landentwicklung ("Leader+") aufgenommen wurde und seit März 2003 hat der Verein ein hauptamtliches Regionalmanagement, um der Aufgabe als Förderregion gerecht zu werden. Als Regionalmanager fungiert der ehemalige Landtagsabgeordnete Ernst-Ludwig Wagner. Seit 2004 gehören dem Verein 19 Städte und Gemeinden an. Zwischenzeitlich konnte eine Vielzahl von Projekten auf den Weg gebracht werden, die der Entwicklung der Region dienen.
Um den Gedanken der regionalen Entwicklung zu stärken, organisiert der Verein in Zusammenarbeit mit den Ämtern für den ländlichen Raum jährlich den Tag der Regionen. Dieser bundesweite Aktionstag soll das Bewusstsein der Menschen in der Region stärken, dass sie durch ihr eigenes Verhalten eine regionale Entwicklung mit beeinflussen können. So wurde beispielsweise 2003 der Tag der Regionen unter dem Thema „ Apfel“ mit dem Slogan „ Was hat die Biene mit dem Schnaps zu tun?“ mit sehr positiver Resonanz der Bevölkerung durchgeführt. Im Jahr 2005 wurde der Tag mit dem Thema „Brot“ unter dem Slogan „Vom Korn zum Brot“ am 2. Oktober an der Eselsmühle in Lohra durchgeführt. Daneben hat die Region ihre Planungen zu einem Wanderpark und einem Naturpark vorgestellt. Mehrere tausend Besucher haben sich an diesem Tag die Zeit genommen und neben den beschriebenen Angeboten noch Kultur der Region in Hülle und Fülle erleben können.
Naturpark Lahn-Dill-Bergland
Seit dem 24. September 2007 ist die Region zum „Naturpark Lahn-Dill-Bergland“ ernannt worden. Er ist damit der elfte Naturpark in Hessen und hat eine Größe von rund 87.432 Hektar (874 km²). Da auch angrenzende Gebiete Naturparke sind, gibt es nun Überlegungen zur Installation eines Geoparks [2].
Geschichte
Beiträge zur Geschichte der Region finden sich im Artikel Mittelhessen. Die Montangeschichte wird in Lahn-Dill-Gebiet beschrieben.
Berge
Grenzt man das Lahn-Dill-Bergland nach den Gemarkungsgrenzen der beteiligten Kommunen ein, so sind der 674 m hohe Jagdberg und die ebenfalls 674 m hohe Sackpfeife - beides Ausläufer des Rothaargebirges - die höchsten Berge der Region. Im eigentlichen Gladenbacher Bergland stellt indes die 609 m hohe Angelburg die höchste Erhebung dar.
Folgende Erhebungen dominieren u.a. die einzelnen Gebirgszüge und Naturräume:
- Rothaargebirge
- Kalteiche ("Die Struth", Haincher Höhe - Bergrücken in Südwest-Nordost-Richtung zwischen den Tälern von Dill und Dietzhölze im Westen der Lahn-Dill-Region))
- Eichholzkopf (610 m)
- Ederkopf-Lahnkopf-Rücken (Quellgebiet von Lahn, Eder und Sieg, das sich nordwestlich an die Kalteiche anschließt und größtenteils in NRW liegt)
- Kompass (694 m) - außerhalb des Bundeslandes, im äußersten Westen
- Jagdberg (674 m) - Kompass-Ausläufer nah der Landesgrenze
- Kompass (694 m) - außerhalb des Bundeslandes, im äußersten Westen
- Sackpfeife (Norden der Region Lahn-Dill, Osten des Rothaargebirges)
- Sackpfeife (674 m) - an der Grenze zur Gemarkung Hatzfeld
- Hainpracht (631 m) Biedenkopfer Stadtberg
- Sackpfeife (674 m) - an der Grenze zur Gemarkung Hatzfeld
- Kalteiche ("Die Struth", Haincher Höhe - Bergrücken in Südwest-Nordost-Richtung zwischen den Tälern von Dill und Dietzhölze im Westen der Lahn-Dill-Region))
- Gladenbacher Bergland
- Breidenbacher Grund (im Norden des Gladenbacher Berglandes, unmittelbar südlich von Lahn und Stadt Biedenkopf)
- Schwarzenberg (568 m) - großes zusammenhängendes Waldgebiet südlich von Biedenkopf
- Hachenberg (552 m) - nördlicher Vor-Gipfel
- Nimerich (533 m) - südöstlicher Vor-Gipfel; höchste Erhebung der Gemeinde Dautphetal
- Schadenberg (545 m) - im Süden an der Nahtstelle zu den Bottenhorner Hochflächen
- Schwarzenberg (568 m) - großes zusammenhängendes Waldgebiet südlich von Biedenkopf
- Bottenhorner Hochflächen - zentrales Hochplateau um den Bad Endbacher Ortsteil
- Angelburg (609 m) - wird auch zum Schelder Wald gezählt
- Schmittgrund (590 m) - südlicher Angelburg-Ausläufer, wird auch zum Schelder Wald gezählt
- Hornberg (577 m) - im Westen
- Würgeloh (563,9 m) nördlich Hartenrod / Bad Endbach
- Daubhaus (551,8 m) nördlich von Rachelshausen / Gladenbach, im Osten der Hochflächen
- Scheid (538,7 m) im Zentrum der Hochflächen
- Hünstein (504 m) - kein wirklich eigenständiger Gipfel, jedoch mit Aussichtsturm; Namensgeber von Holzhausen am Hünstein
- Angelburg (609 m) - wird auch zum Schelder Wald gezählt
- Schelder Wald (ohne Angelburg, s.o.)
- Eschenburg (590 m ü. NN) - Westlicher Schelder Wald, am Dietzhölzetal
- Hohe Koppe (540,2 m) - Nordosten
- Stockseite (516 m) - Osten
- Zollbuche (Höhenzug in West-Ost-Richtung zwischen Schelder Wald und Lohra)
- Schönscheid (498 m) - nordwestlich Günterod
- Bad Endbacher Platte (480,5 m) - westlicher Gipfel, im Zentrum des Naturraums Zollbuche
- Hemmerich (475,7 m) - im äußersten Osten, bildet mit Koppe und Dreisberg das Östliche Dreigestirn des Gladenbacher Berglandes
- Koppe (454 m) - mit Aussichtsturm; nah Gladenbach-Erdhausen
- Dreisberg (448 m)
- Hörre (Südwesten des Gladenbacher Berglandes, beginnend östlich der Dill zwischen Herborn / Katzenfurt bis Bischoffen)
- Alteburg (445 m) - im Zentrum
- Roßberg (392 m) - südlich Bischoffen
- Koppe (354 m) - westlich Kölschhausen
- Krofdorf-Königsberger Forst (südlichster teil des Gladenbacher Berglandes)
- Dünsberg (498 m) - vulkanische Singularität im äußersten Osten mit Keltenausgrabungsstätten, Fernsehturm und Aussichtsturm
- Forst Krofdorf (bis 357 m) - großes zusammenhängendes Waldgebiet, das den Dünsberg nach Osten mit dem Lahntal verbindet
- Alteburg (442 m) - im Zentrum
- Königsstuhl (348 m) - südlichste Erhebung des Gladenbacher Berglandes
- Dünsberg (498 m) - vulkanische Singularität im äußersten Osten mit Keltenausgrabungsstätten, Fernsehturm und Aussichtsturm
- Damshäuser Kuppen (äußerster Nordosten der Region östlich der Dautphe, der nach Osten in den Marburger Rücken übergeht
- Rimberg (498 m) - Nordosten, mit Aussichtsturm
- Kappe (494 m) - Norden
- Schweinskopf (472 m) - bei Dautphetal-Herzhausen im Westen der Kuppen
- Dusenberg (457 m) - bei Dautphetal-Herzhausen im Südwesten der Kuppen
- Hungert (412 m) - pyramidale, östlichste der Kuppen an der Nahtstelle zum Marburger Rücken
- Donnerberg (370 m) - im (nicht mehr sehr kuppigen) Süden der Kuppen, nordöstlich von Gladenbach
- Breidenbacher Grund (im Norden des Gladenbacher Berglandes, unmittelbar südlich von Lahn und Stadt Biedenkopf)
Städte und Gemeinden
Dem Lahn-Dill-Bergland gehören 19 Städte und Gemeinden an.
Einzelnachweise
- ↑ Quelle: Otto Klausing: Die Naturräume Hessens. Hessische Landesanstalt für Umwelt, Wiesbaden 1988, ISBN 3-89026-066-7
- ↑ Presseinformation des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländliche Raum und Verbraucherschutz, 26.10.2007
Siehe auch
Weblinks
- Internetpräsenz der Region
- [[[:Vorlage:GeoPfad]] Luftbild des Gladenbacher Berglandes mit Grenzen und allen wichtigen Erhebungen] / Placemarks (Google Earth erforderlich)