Darmstadt

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Luftbild von 2003: In der Mitte befindet sich das Residenzschloss, rechts daneben ist das Hessisches Landesmuseum und das Hessisches Staatsarchiv Darmstadt; hinter dem Schloss steht das Ludwigsmonument auf dem Luisenplatz

Darmstadt ist eine kreisfreie Stadt im Süden von Hessen, Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet und bildet eines der neun Oberzentren des Landes Hessen. Darmstadt ist nach Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel die viertgrößte Stadt des Bundeslandes Hessen. Die geographisch nächsten größeren Städte sind Frankfurt am Main, etwa 30 km nördlich und Mannheim, etwa 45 km südlich.

Ihre Bedeutung als Wissenschaftsstadt – dieser Titel wurde ihr 1997 vom Hessischen Innenministerium verliehen – verdankt sie der 1877 gegründeten Technischen Universität und den drei Fachhochschulen mit insgesamt mehr als 30.000 Studenten sowie vielen Forschungseinrichtungen und Instituten. Darmstadts Ruf als Zentrum des Jugendstils geht auf die 1899 von Großherzog Ernst Ludwig eingerichtete Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe zurück.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Luisenplatz mit Ludwigsmonument

Naturräumlich treffen in Darmstadt vier Einheiten aufeinander: Der Westen des Stadtgebiets befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene. Daran schließt sich im südlichen Stadtgebiet nach Osten hin der schmale Saum der Bergstraße an, die hier ihren Beginn hat. Der Südosten des Stadtgebiets zählt bis etwa zur Mathildenhöhe zum Vorderen Odenwald. Der Nordosten Darmstadts hingegen zählt zum Naturraum Messeler Hügelland. Die Stadt wird unter anderen vom Darmbach und im südlichen Stadtteil Eberstadt von der Modau durchflossen.

Nachbargemeinden

Darmstadt grenzt im Norden an den Landkreis Offenbach und im Osten, Süden und Westen an den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Es grenzt (von Norden im Uhrzeigersinn) an die Gemeinde Egelsbach, die Städte Langen und Dreieich (alle drei Landkreis Offenbach), die Gemeinden Messel, Groß-Zimmern und Roßdorf, die Stadt Ober-Ramstadt, die Gemeinden Mühltal und Seeheim-Jugenheim, die Städte Pfungstadt, Griesheim und Weiterstadt, sowie die Gemeinde Erzhausen (alle Landkreis Darmstadt-Dieburg).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Darmstadt ist in neun Stadtteile gegliedert. Aus statistischen Gründen sind sie in Statistische Bezirke unterteilt, welche jeweils mit einer Nummerierung versehen sind. Von den insgesamt neun Stadtteilen zählen fünf zur Innenstadt (Bezirke 100 bis 500) und vier zu den Außenbezirken (Bezirke 600 bis 900). Im Einzelnen gibt es folgende Stadtteile:

Stadtteile von Darmstadt
Nr. Bezeichnung Einwohner ¹ Anmerkung
100 Darmstadt-Mitte 16.626 u. a. mit Stadtzentrum und Eichbergviertel
200 Darmstadt-Nord 27.713 u. a. mit Johannes-, Martinsviertel und Waldkolonie
300 Darmstadt-Ost 12.768 u. a. mit Mathildenhöhe und Woogsviertel
400 Bessungen 12.680 eingemeindet am 1. April 1888
500 Darmstadt-West 14.631 u. a. mit Heimstättensiedlung und Europaviertel
600 Arheilgen 16.468 eingemeindet am 1. April 1937 ²
700 Eberstadt 21.734 eingemeindet am 1. April 1937 ²
800 Wixhausen 5.733 eingemeindet am 1. April 1977
900 Kranichstein 10.750

¹ Stand: 31. Dezember 2005
² Durch die Eingemeindungen von Arheilgen und Eberstadt am 1. April 1937 wurde Darmstadt zur Großstadt.

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Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Darmstadt

Der Name „Darmstadt“

Orangerie (Darmstadt) – südliche Fassade
Datei:Darmstadt um 1900.jpg
Darmstadt um 1900

Der Ursprung des Namens Darmstadt ist ungeklärt. Die älteste erhaltene Erwähnung der Ansiedlung unter der Bezeichnung Darmundestat stammt aus dem 11. Jahrhundert, mehrere Jahrhunderte nach Gründung der Siedlung. Die Erklärungsversuche zum Ursprung des Namens sind sehr unterschiedlich.

weitere ausführliche Erklärungen zur Namensherleitung im Parallelartikel: Geschichte der Stadt Darmstadt

Religionen

Religionszugehörigkeiten in Darmstadt ¹
Religion (Konfession) Anteil relativ Anteil absolut
Evangelisch 35,7 % 49.762
Katholisch 19,8 % 27.591
Keine/Sonstige 44,4 % 61.786

¹ Stand: 31.12.2005 – Quelle: Darmstadt Datenreport 2006

Christentum

Darmstadt gehörte vor der Reformation zum Erzbistum Mainz. 1526 führte Landgraf Philipp der Großmütige die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein, so dass Darmstadt lange Zeit eine lutherische Stadt blieb. Die Christen reformierten Bekenntnisses erhielten erst 1770/71 das Recht, Gottesdienste abzuhalten. Da Darmstadt Residenzstadt war, befand sich hier auch das Konsistorium (Verwaltung der Kirche; Evangelische Landeskirche in Hessen), die 1934 bzw. 1947 mit den Landeskirchen von Frankfurt und Nassau vereinigt wurde. Ferner befindet sich in Darmstadt der Sitz der Superintendentur beziehungsweise Propstei Starkenburg. Heute sind alle evangelische Gemeindeglieder Darmstadts – sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören – dem Dekanat Darmstadt-Stadt innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zugeordnet.

Römisch-katholische Gemeindeglieder zogen spätestens im 18. Jahrhundert wieder in die Stadt. Ihnen wurde es ab 1790 gestattet, wieder Gottesdienste abzuhalten. 1827 erhielten sie wieder eine eigene Kirche (St. Ludwig). Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Darmstadt innerhalb der Diözese Mainz.

Des weiteren finden sich in Darmstadt verschiedene christliche Freikirchen, von denen einige der Evangelischen Allianz angeschlossen sind.

Judentum

Auch ein aktives jüdisches Gemeindeleben existiert in Darmstadt. 1988 wurde die neue Synagoge eingeweiht.

Im Oktober 2003 wurde während der Bauarbeiten auf dem Gelände des städtischen Klinikums der Stadt Reste der 1938 zerstörten Synagoge freigelegt. Ein Teil der einstigen Synagoge wurde 1940 bei der Anlage eines Löschwasserbeckens zerstört und 1970 aufgrund neuerlicher Erweiterungsbauten der Klinik weitere Fundamente beseitigt. Die ehemalige Synagoge wurde 1873 bis 1876 erbaut. Neben den Fundamentresten wurden im Keller nicht nur Reste einer Umluftheizung gefunden, sondern auch zahllose Metall- und Glasfragmente. Das konservatorische Konzept des Landesamtes für Denkmalpflege, das die Sicherung der Funde übernommen hat, verfolgt eine „ungeschönte und möglichst unveränderte Darstellung des geschichtlichen Momentes der Zerstörung“. Der Besucher wird das Fundareal in einer „Gedenkstätte ehemalige Liberale Synagoge“ besichtigen können[1].

Islam

Emir-Sultan-Moschee

In Darmstadt existieren mehrere muslimische Gemeinden unterschiedlicher religiöser oder ethnischer Gruppen. Die größten Moscheen sind die Emir-Sultan-Moschee und die Noor-ud-din-Moschee (Licht des Glaubens) der Ahmadiyya-Gemeinde. Daneben gibt es mehrere andere Gebetsräume, insbesondere der DITIB-Gemeinden.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung der Stadt Darmstadt

Am 1. April 1937 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt auf Grund der Eingemeindungen von Arheilgen und Eberstadt die Grenze von 100.000. Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt zwischen 1939 (115.000 Einwohner) und 1945 (70.000 Einwohner) rund 40 Prozent (45.000) ihrer Bewohner. 1953 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. Ihren historischen Höchststand erreichte die Einwohnerzahl von Darmstadt 1971 mit 142.133. Ende Juni 2007 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung 140.347 Menschen mit Hauptwohnsitz. Der Ausländeranteil lag bei 16,5 Prozent.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (farbig hinterlegt) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1570 1.220
1676 1.790
1772 9.800
1816 15.391
3. Dez 1846 26.300
3. Dez 1861 28.526
3. Dez 1864 29.225
1. Dez 1871 33.800
1. Dez 1875 37.273
1. Dez 1880 41.199
1. Dez 1885 43.146
1. Dez 1890 55.883
2. Dez 1895 63.168
Jahr Einwohner
1. Dez 1900 72.381
1. Dez 1905 83.123
1. Dez 1910 87.089
1. Dez 1916 71.410
8. Okt 1919 82.367
16. Juni 1925 89.465
16. Juni 1933 93.222
17. Mai 1939 115.196
31. Dez 1945 69.539
13. Sep 1950 94.788
25. Sep 1956 123.306
6. Juni 1961 136.412
31. Dez 1965 140.066
Jahr Einwohner
27. Mai 1970 141.224
31. Dez 1975 137.018
31. Dez 1980 138.201
31. Dez 1985 134.181
25. Mai 1987 134.272
31. Dez 1990 138.920
31. Dez 1995 138.980
31. Dez 2000 138.242
31. Dez 2005 139.103
31. Dez 2007 141.058[2]

Volkszählungsergebnisse farbig hinterlegt

Politik

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung

Stadtverordnetenversammlung und Magistrat

Die Regierung einer Stadt heißt in Hessen Magistrat. Dieser setzt sich aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen. An der Spitze des Magistrats steht der Oberbürgermeister. Das Parlament der Stadt, die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Darmstadt, besteht aus 71 gewählten Stadtverordneten.

Im Stadtteil Wixhausen wurde gemäß § 8 der Hauptsatzung der Stadt ein Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden gebildet. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern und ist zu wichtigen, den Stadtteil Wixhausen betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings der Stadtverordnetenversammlung der Gesamtstadt.

Stadtverordnetenversammlung

Anteil 1
Sitze
Wahltag 1
Sitze
aktuell 2

Partei/Fraktion
30,1 % 21 21 CDU
29,0 % 21 22 SPD
15,5 % 11 11 Bündnis 90/Die Grünen
6,8 % 5 5 FDP
6,3 % 5 5 UFFBASSE
6,0 % 4 1 UWIGA
2,1 % 2 2 Linkspartei.PDS
2,0 % 1 1 WASG
1,0 % 1 0 Die Frauen
0,0 % 0 3 Alternative Darmstadt2
1,1 % 0 0 Sonstige
Hauptamtlicher Magistrat der Stadt Darmstadt 3
Name Funktion Partei
Walter Hoffmann Oberbürgermeister SPD
Wolfgang Glenz Bürgermeister, Stadtkämmerer SPD
Klaus Feuchtinger Stadtrat Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Dierk Molter Stadtrat FDP
Jochen Partsch Stadtrat Bündnis 90/Die Grünen
Dieter Wenzel Stadtrat SPD

<div style="clear:left;" /> 1 Prozent- und Sitzverteilung nach der Kommunalwahl am 26. März 2006
2 Zusammensetzung der 16. Stadtverordnetenversammlung, nach Übertritt von Wilfried Oßmann von UWIGA zur SPD-Fraktion im November 2006 und Ausschluss der beiden Uwiga Fraktionsmitglieder Waldtraut Bornheimer und Georg Hang am 16. Dezember 2007. Zusammen mit Roswita Emig von der Partei Die Frauen bilden sie seit Anfang 2008 eine eigenständige Fraktion mit Bezeichnung Alternative Darmstadt.
3 Stand Januar 2007

Bürgermeister

An der Spitze der Stadtverwaltung stand im Mittelalter ein Schultheiß. Spätestens ab Mitte des 15. Jahrhunderts existiert zudem das Amt des Bürgermeisters, der zunächst jedoch nur den Aufgabenbereich eines Stadtkämmerers hatte. Erst nach und nach gingen die Aufgabenbereiche der Stadtverwaltung vom Schultheiß auf den Bürgermeister über.

Vermutlich schon im 15., spätestens aber im frühen 16. Jahrhundert wurde das Bürgermeisteramt doppelt vergeben, so dass es sowohl einen "Ratsbürgermeister" (später Oberbürgermeister genannt), der vom Stadtrat für ein Jahr gewählt wurde, als auch einen "jüngeren Bürgermeister" (später Unterbürgermeister, heute schlicht Bürgermeister), der von der Bürgerschaft gewählt wurde, gab.

Ab 1874 waren die Oberbürgermeister hauptamtlich tätig. Seit 1993 wird das Stadtoberhaupt direkt vom Volk gewählt. Vorher wählte die Stadtverordnetenversammlung den Oberbürgermeister.

Darmstadt gilt als rot-grüne Hochburg, so konnte das konservative Lager bisher keinen der Nachkriegs-Oberbürgermeister stellen. 2005 wurde Walter Hoffmann als Nachfolger von Peter Benz ins Amt des Oberbürgermeisters gewählt. Als Bürgermeister ist z. Z. Wolfgang Glenz (SPD) tätig.

Oberbürgermeister seit 1945 1
Amtszeit Name
1945–1950 Ludwig Metzger
1951–1971 Dr. Ludwig Engel
1971–1981 Heinz Winfried Sabais
1981–1993 Günther Metzger
1993–2005 Peter Benz
seit Juni 2005 Walter Hoffmann

<div style="clear:left;" /> 1 alle SPD

Wappen

Wappen der Stadt Darmstadt

Das Wappen der Stadt Darmstadt zeigt unter einer auf den oberen Schildrand gesetzten rot ausgeschlagenen großherzoglichen Krone im geteilten Schild, oben in Gold ein blau bewehrter und bezungter, wachsender roter Löwe, unten in Blau eine silberne Lilie, die aber graphisch eher dem Fleur-de-Lis gleicht. Das Wappen wird oft ohne Krone dargestellt.

Das Wappen mit Löwe und Lilie befindet sich bereits auf einem Schlussstein des unteren Gewölbes des Stadtkirchenturmes aus dem 15. Jahrhundert. Das Wappen wurde 1917 in den heutigen Formen und Farben vom damaligen Großherzog von Hessen neu verliehen. Der Löwe ist das Wappentier der Grafen von Katzenelnbogen, die über die Stadt herrschten. Die Lilie ist später in das Wappen eingefügt worden, vermutlich zur Unterscheidung von Löwendarstellungen in anderen Wappen. Die Herkunft der Lilie ist nicht mit Sicherheit nachzuweisen. Es wird jedoch vermutet, dass die Lilie die ursprünglich der Gottesmutter Maria geweihte Stadtkirche in Darmstadt versinnbildlichen soll. Die Lilie gilt als Zeichen der Reinheit und wird daher oft als Attribut der Gottesmutter Maria dargestellt.

Städtepartnerschaften

Datei:Bild000 Darmstadt Städtepartnerschaften.jpg
Städtepartnerschaften-Schild in Darmstadt

Darmstadt unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Darmstadt logo.svg
Logo der Stadt Darmstadt ist der Fünffingerturm

Siehe dazu auch Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Darmstadt

Theater

In Darmstadt finden sich viele Theater. Das bekannteste Theater ist das in den letzten Jahren sanierte Staatstheater mit Großem Haus, dem Kleinen Haus und den Kammerspielen. Weiter findet man kleinere Spielorte wie das TAP, das sich als „Darmstädter Boulevard- und Kindertheater“ bezeichnet. Im Theater HalbNeun wird Unterschiedliches aufgeführt, das Portfolio reicht vom Kabarett „Kabbaratz“ bis zu Auftritten von Musikgruppen. In Bessungen findet sich das Kindertheater „Kikeriki“ und das in der ehemaligen Bessunger Turnhalle aufgeführte Erwachsenen-Puppentheater „Comedy-Hall“ mit verschiedenen Programmen. Die Vorstellungen der „Darmstädter Neuen Bühne“ sind regelmäßig ausverkauft. Mit dem „Theater Moller Haus“ verfügt die freie Theaterszene in Darmstadt über eine eigene Spielstätte.

Museen

Das Hessische Landesmuseum ist ein Universalmuseum mit zahlreichen und umfangreichen Dauerausstellungen, u. a. zu Funden aus der Grube Messel und dem Werkkomplex Joseph Beuys. Zur Zeit ist das Museum wegen umfassender Bau- und Sanierungsarbeiten geschlossen (bis voraussichtlich 2011).

Das wichtigste Museum zum Jugendstil ist das Museum Künstlerkolonie im Ernst-Ludwig-Haus auf der Mathildenhöhe. Es zeigt die Geschichte der Darmstädter Künstlergemeinschaft von 1899 bis 1914 und das künstlerische Schaffen ihrer Mitglieder. Werke sind die von ihnen entworfenen Gegenstände des täglichen Gebrauchs, aber auch anderes aus der Kunst des Jugendstils. Daneben befinden sich auch im Hessischen Landesmuseum im Untergeschoss Schmuck, Gerät und Möbel des Jugendstils u. a. von Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens und Henry van de Velde.

Auf der Mathildenhöhe geht es aber nicht nur um die Vergangenheit der Gestaltung: Im Design Haus Darmstadt (Eugen-Bracht-Weg 6) werden abwechselnd von den dort ansässigen Instituten Design Zentrum Hessen e. V. und dem Institut für Neue Technische Form – INTEF Ausstellungen gezeigt. Im oberen Stockwerk befindet sich derzeit die ständige Ausstellung über den Braun-Designer Dieter Rams.

Darmstadt blühte in den vergangenen Jahrhunderten als Residenzstadt auf. Dazu bietet das Schlossmuseum im Glockenbau des Schlosses einen Überblick über 250 Jahre höfischen Lebens. Das berühmteste Exponat war die „Darmstädter Madonna“ von Hans Holbein, die derzeit im Frankfurter Städel ausgestellt wird, allerdings in Zukunft eine neue Heimat in Darmstadt finden soll. Am Rande des Herrngartens liegt das barocke Prinz-Georg-Palais mit der Großherzoglich-Hessischen Porzellansammlung, die ihre umfangreichen Bestände – einzigartig z. B. die Fayencen der Manufaktur Kelsterbach – im passenden Ambiente präsentiert. Im Jagdschloss Kranichstein, einem der wenigen noch erhaltenen Renaissance-Jagdschlösser in Deutschland, befindet sich heute ein Jagdmuseum mit Jagdwaffen und Jagdgeräten, Einrichtungsgegenständen und Gemälden mit Jagddarstellungen.

Die Kunsthalle Darmstadt präsentiert im Jahr vier bis fünf Ausstellungen von nationalem und internationalem Rang. Schwerpunkt ist die zeitgenössische Kunst. Ebenso bietet das neben dem Hochzeitsturm gelegene Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe wechselnde Ausstellungen. Das Cybernarium beschäftigt sich auf 600 m² mit der Virtuellen und Erweiterten Realität.

Auch Technikgeschichte ist in Darmstadt in verschiedensten Formen lebendig: Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein zeigt Lokomotiven, Wagen und anderes historisches Eisenbahnmaterial in originalgetreuer Umgebung. Im Haus für Industriekultur sind eine Ausstellung von Maschinen aus der Druckindustrie, Schriftgießerei, und alte Techniken des Buchdrucks zu finden. Auf der Mathildenhöhe wird im „Institut für Neue Technische Form – Braun Design Sammlung“ Industriedesign seit 1955 gezeigt.

Die Geschichte Darmstadts wird in verschiedenen kleinen Museen wach gehalten: Das Altstadtmuseum im Hinkelsturm, dem letzten Wehrturm der Stadt, erinnert an die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Altstadt Darmstadts u. a. mit einem eindrucksvollen Modell der Altstadt von 1930. Das Wixhäuser Dorfmuseum ist ein Heimatmuseum in einem fränkischen Fachwerkbauernhaus mit alten Möbeln und Hausrat aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Ferner:

Musik

Centralstation

Die Stadt Darmstadt beherbergt die Akademie für Tonkunst, das Internationale Musikinstitut Darmstadt (IMD) und das Jazzinstitut Darmstadt. Veranstaltungen wie die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik und das Darmstädter Jazzforum haben über die Jahrzehnte dazu beigetragen, dass die Stadt ein wichtiger internationaler Begegnungsort für Musiker und Musikwissenschaftler geworden ist.

In Darmstadt gibt es verschiedene bekannte Chöre, darunter den Bach-Chor Darmstadt e. V., die Darmstädter Hofkapelle, die Darmstädter Kantorei, die Centralstation, die Kirchenmusik in der Pauluskirche Darmstadt, den Konzertchor Darmstadt e. V., die Darmstädter Residenzfestspiele e. V., den SurpriSing Chor 2002 Darmstadt e. V., das Vocalensemble Darmstadt e. V., Marching Devils e. V., Chor und Orchester der TU Darmstadt und den Musikzug Darmstadt e. V.

Literarisches Leben

Die Kulturstadt Darmstadt strahlt außergewöhnlich stark auf dem Gebiet der Literatur aus, was an ansässigen Literaturinstituten und -vereinigungen wie auch den zahlreichen hier vergebenen Literaturpreisen deutlich wird.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung mit Sitz auf der Mathildenhöhe ist hier zur Pflege und Förderung der deutschen Literatur und Sprache aktiv. Sie vergibt alljährlich den Georg-Büchner-Preis, der als der wichtigste deutsche Literaturpreis gilt. Dazu veranstaltet die Stadt Darmstadt mit dem Literarischen März einen Wettbewerb für Nachwuchsautoren im Bereich der Lyrik und erinnert mit dem Ricarda-Huch-Preis an eine berühmte Schriftstellerin. Das Literaturhaus ist als Zentrum der zahlreichen Darmstädter Literaturgesellschaften und -initiativen anzusehen; regelmäßig werden hier Lesungen angeboten. Der Deutsche Literaturfonds fördert die deutschsprachige Gegenwartsliteratur durch Vergabe des Kranichsteiner Literaturpreises sowie weiterer Preise und Stipendien.

Auch die Schriftstellervereinigung P.E.N.-Zentrum Deutschland hat ihren Sitz in Darmstadt, wie auch die Martin-Behaim-Gesellschaft zur Verbreitung des deutschen Buchs im Ausland.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt ist heute in ihrer Funktion als zentrale Universitätsbibliothek organisatorisch in die Technische Universität Darmstadt eingebunden. Weiterhin ist sie als Landesbibliothek zuständig für die wissenschaftliche Literatur- und Informationsversorgung der Region Darmstadt und Südhessen. Daneben unterhält die Stadt die Stadtbibliothek Darmstadt als Bildungs- und Kultureinrichtung für alle Bevölkerungsgruppen.

Bauwerke

Orangerie im Stadtteil Bessungen
Russische Kapelle, Mathildenhöhe

Innenstadt

In der Innenstadt stehen das Alte Rathaus, der Luisenplatz mit dem Langem Ludwig (Ludwigsmonument), das Schloss am Marktplatz, die Ludwigskirche (die katholische Hauptkirche der Stadt), die Pauluskirche, die Stadtkirche (evangelische Hauptkirche der Stadt), der Weiße Turm das altes Pädagog (ehemalige Lateinschule) und das Kongresszentrum „darmstadtium

Mathildenhöhe

Bessungen

Kranichstein und Arheilgen

Sonstiges

Parks

Sport

Der bekannteste Darmstädter Sportverein ist der SV Darmstadt 98, der zwei Jahre in der ersten Fußball-Bundesliga spielte und seine Heimspiele im Stadion am Böllenfalltor sowie im HEAG-Stadion (Kunstrasenplatz) austrägt. Weitere bekannte Darmstädter Sportvereine sind der DSW 1912 Darmstadt, mit vielen deutschen Meisterschaften einer der erfolgreichen Schwimm- und Triathlonvereine Deutschlands, sowie die Darmstadt Diamonds, eines der ersten American-Football-Teams in Hessen (Stadion am Böllenfalltor und Stadion im Bürgerpark-Nord, Rasenplatz).

Zwei Spitzenverbände des Deutschen Sportbundes haben ihren Sitz in Darmstadt, nämlich der Deutsche Leichtathletik-Verband und der Deutsche Verband für Modernen Fünfkampf.

Der WV Darmstadt’70 ist einer der Traditions-vereine des Hessischen Wasserballsports. Nach dem Zusammenschluss 1970 aus den drei großen Schwimmvereinen Darmstadts entwickelte sich der Verein schnell zu einem Erfolgsgarant und stieg schnell bis in die Regionalliga Süd auf, in der der WVD’70 bis heute ohne Unterbrechung zu finden ist. Der Verein ist neben seinen Herrenmannschaften stolz auf seine 1986 gegründete Damenmannschaft.

Der Darmstädter Lauftreff ist mit über 60 Betreuern nicht nur der größte, sondern mit Gründungsjahr 1974 auch einer der ältesten Deutschlands. Der Lauftreff ist ehrenamtlich organisiert und kein Verein, jeder kann kostenlos mitlaufen.

Der Datterich Ultra – benannt nach dem Mundartstück von Ernst Elias Niebergall – ist ein Volkstriathlon mit hohem Unterhaltungswert, bei dem jedes Mitglied der je elfköpfigen Mannschaften ein Zehntel der Ultra-Triathlon-Strecken 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen leisten muss. Wegen des großen Andrangs ist der Datterich inzwischen in zwei Sportereignisse aufgeteilt worden, zunächst die Veranstaltung für Hobby-Mannschaften aller Art, einige Wochen später dann die für Firmen-Mannschaften.

Die Sektion Darmstadt-Starkenburg des Deutschen Alpenvereins gehört mit über 7000 Mitgliedern (Stand 2007) zu den größten Sport- und Kulturvereinen in Darmstadt. Sie entstand 2006 aus den Sektionen Darmstadt (gegründet 1870) und Starkenburg (gegründet 1884). Sie bietet ein großes Angebot an Ausbildungsveranstaltungen mit über 50 Fachübungsleitern.

Breit gefächert sind die vom Hochschulsportzentrum der TU Darmstadt angebotenen Sportarten. Neben Studenten und Angestellten der TU steht das Programm auch Interessierten über eine Mitgliedschaft im Verein zur Förderung des Darmstädter Hochschulsports e. V. offen.

Die Stadt Darmstadt ist auch regelmäßig bei den Internationalen Schülerspielen vertreten (www.webicg.org). Des weiteren kommt der Präsident dieser Organisation, Torsten Rasch, aus Darmstadt, ebenso wie der Generalsekretär, Richard Smith.

Seit 1999 gibt es wieder einen Cricket Club in Darmstadt, Darmstadt Cricket Club (TU and FH Darmstadt). Dieser Cricket Club wurde von Studenten gegründet, und nimmt jedes Jahr in der hessischen Liga teil.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Durch das westliche Stadtgebiet führen die Bundesautobahnen A 5 (Karlsruhe–Frankfurt) und A 67 (Mannheim–Rüsselsheim). Beide treffen sich am Darmstädter Kreuz.

Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: B 3 (Heidelberg–Frankfurt), B 26, B 42, B 426 und B 449.

Planungen

Im Anschluss an die B 26 aus östlicher Richtung wird derzeit die Nordostumgehung geplant.

Zusätzlich ist eine Fortführung der B 3 (Arheilger Ortsumgehung) durch den Westwald an den Eifelring in Planung. Der Eifelring soll später bis zur Eschollbrücker Straße fortgeführt werden.

Bahnverkehr

Der Hauptbahnhof liegt an der Bahn-Hauptstrecke Heidelberg–Frankfurt am Main und ist ICE-Haltestelle. Regionalverbindungen bestehen nach Frankfurt am Main, Wiesbaden, Aschaffenburg, Mannheim, Heidelberg, sowie mit der Odenwaldbahn nach Erbach und Eberbach über Wiebelsbach-Heubach.

Im Eisenbahngüterverkehr ist Darmstadt seit der Stilllegung des Rangierbahnhofes Darmstadt-Kranichstein kein Eisenbahnknoten mehr.

ÖPNV

Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Straßenbahnlinien und Busse der HEAG mobilo GmbH, einer Tochtergesellschaft der HEAG Südhessische Energie AG (HSE), sowie Buslinien anderer Verkehrsbetriebe. Ferner ist Darmstadt an die S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Die Linie S 3 fährt von Darmstadt über Frankfurt am Main nach Bad Soden am Taunus; die Linie S 4 über Frankfurt am Main nach Kronberg. Für alle Schienen- und Bus-Linien im Stadtgebiet gelten die einheitlichen Preise des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

Weitere Informationen befinden sich im Artikel Nahverkehr in Darmstadt.

Fahrradverkehr

Der Radverkehrsanteil beträgt in Darmstadt etwa 15 %.[4] Beim Fahrradklimatest 2005 des ADFC schnitt Darmstadt unterdurchschnittlich ab.Referenz-Fehler: Es fehlt ein schließendes </ref>

Der Bundesnachrichtendienst unterhält in Darmstadt eine Außenstelle der Bundesstelle für Fernmeldestatistik.

Karte von 1980 mit den Einrichtungen der US-Streitkräfte in Darmstadt und der näheren Umgebung

Die US-Streitkräfte unterhalten in Darmstadt folgende Einrichtungen:

Auf dem Gelände des August-Euler-Flughafens an der Grenze zur Nachbargemeinde Griesheim befindet sich eine Echelon-Station.

Die frühere Ernst-Ludwig-Kaserne wurde in der 1990er Jahren geräumt und 2003 abgerissen. Das Gelände wurde im Rahmen des „Projekt Eigenheim 2004“ in ein Wohngebiet, den Ernst-Ludwig-Park, umgestaltet.

Feuerwehr

Die Feuerwehr Darmstadt besteht aus der Wache der Berufsfeuerwehr in der Bismarckstraße 86, bei der rund 160 Mitarbeiter, davon ca. 110 Beamte im Einsatzdienst, verteilt auf drei Wachabteilungen, beschäftigt sind. Unterstützt wird die Berufsfeuerwehr durch die vier freiwilligen Feuerwehren Arheilgen, Eberstadt, Innenstadt und Wixhausen. Neben der Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Feuerwehren werden bei Großbränden auch die Werkfeuerwehren der Firmen Merck und Röhm, jetzt Evonik Industries, herangezogen.

Persönlichkeiten

Siehe auch: Liste Darmstädter Persönlichkeiten

Verschiedenes

Ein echter Darmstädter ist ein „Heiner“ (daher auch der Name „Heinerfest“). Ebenso wird ein Bessunger „Lapping“ genannt; eine Verballhornung des französischen lapin, also Kaninchen. Ein Eberstädter (Bewohner von Eberstadt) ist ein „Gaasehenker“ (Ziegenhenker) und ein Arheilger (Bewohner von Arheilgen) ein „Mucker“ – abgeleitet von dem Verb „aufmucken“.[5]

Das Theaterspiel „Datterich“, eine Lokalposse von Ernst Elias Niebergall in Darmstädter Mundart, ist die Geschichte des „genialen Schnorrers“ Datterich, eines versoffenen entlassenen Finanzbeamten, und unbestritten das wichtigste Stück Darmstädter Lokalkultur.

Das chemische Element Darmstadtium mit der Ordnungszahl 110 ist nach der Stadt benannt, da es in der Darmstädter GSI entdeckt wurde. Darmstadt ist damit die einzige deutsche Stadt, nach der ein Element benannt wurde. Das dort zuvor entdeckte Hassium mit der Ordnungszahl 108 wurde nach dem Bundesland Hessen benannt. Das neue Wissenschafts- und Kongresszentrum (eröffnet im Dezember 2007) wurde nach dem Element ebenfalls „darmstadtium“ benannt.

Ein Meteorit mit einem Gewicht von 100 g ist „vor 1804“ in Darmstadt niedergegangen (→Liste der Meteorite Deutschlands); er erhielt den Namen „Darmstadt“.

Von 1872 bis 1882 wurden in der Großherzoglich Hessischen Münze zu Darmstadt die Münzen des Kaiserreiches (1871–1918) mit dem Münzzeichen H geprägt. Die Darmstädter Prägeanstalt stand damals an der Stelle des heutigen Amtsgerichtsgebäudes am Mathildenplatz. Mit zumeist niedrigen Prägezahlen sind die seltenen Darmstädter Kaiserreich-Münzen bei Münzsammlern und Numismatikern sehr gefragt.

Das „Abendlied“ („Der Mond ist aufgegangen“) von Matthias Claudius soll 1776 in Darmstadt am Schnampelweg (in der Nähe des Botanischen Gartens) entstanden sein.

Ab 1975 lief im ZDF der TV-Mehrteiler „PS – Geschichten ums Auto“, ab 1981, ebenfalls im ZDF, der Mehrteiler „Tod eines Schülers“, die beide in Darmstadt spielten. Auch die ZDF-Familienserie „Diese Drombuschs“ (1983–1994) spielt größtenteils in Darmstadt.

Die Spielfilmdokumentation „Todeszone – Nach dem Super-GAU in Biblis“, die einen hypothetischen Unfall im nahegelegenen Atomkraftwerk Biblis thematisiert, spielt zu großen Teilen in Darmstadt.

Darmstadt ist eine der wenigen deutschen Großstädte ohne direkten Zugang zu einem Fluss.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Denkmalpflege & Kulturgeschichte 2/2002
  2. http://redaktion.dafacto.com/imperia/md/content/pdf/wirtschaft/statistik/12.pdf
  3. Geschichte des Jugendstilbads (abgerufen am 19. März 2008)
  4. Stadt Darmstadt: Mobilitätsstudie, 1999 (nachzulesen auch auf http://www.vep.darmstadt.de/zustandsanalyse_rad.php)
  5. Heiner & Co: Kultbegriffe rund um Darmstadt bei vorhang-auf.com

Weblinks

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 Commons: Darmstadt – Bilder, Videos und Audiodateien

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